Schule ohne Rassismus Vopeliuspark Sulzbach bekommt Friedenssymbol

Ehre für Schüler und Lehrer : Die Friedenstaube landet am Vopeliuspark

Binnen kurzer Zeit wurde die Gemeinschaftsschule erneut mit einer Ehrung bedacht: Sie durfte sich im VDK-Buch „Friedenstaube“ verewigen.

Nicht genug der Ehre, sich künftig „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ nennen zu dürfen. Für ihr Engagement, „mutig für ein friedliches Miteinander“ innerhalb und auch außerhalb der Unterrichtsgebäude einzutreten, wie es Schulleiterin Herta Anna Schley am Mittwochvormittag auf der großen Schulhaustreppe stehend sagte, erhielt die Gemeinschaftsschule Sulzbach Vopeliuspark eine weitere Auszeichnung.

Am Mittwochvormittag überreichte  der Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Werner Hillen, der Klassenlehrerin der 9a, Nathalie Reichard, und „ihrer Chefin“ die Friedenstaube des VDK. Damit reihen sich die Bildungseinrichtung und deren Vertreter in eine illustre Reihe ein, zu der die bekannte Sängerin Nicole, aber auch der aktuelle Ministerpräsident Tobias Hans und seine Vorgängerin im Amt, Annegret Kramp-Karrenbauer, gehören. Sie alle werden damit vom VDK für ihr mutiges  Eintreten für eine friedliche Welt geehrt. Aus diesem Anlass wird ein Foto des Preisträgers (in dem Fall der Klasse 9a) mit der Statue der Friedenstaube gemacht. Dieses wird zu einem von den Geehrten selbst verfassten Text  zum Thema Frieden hinzugefügt. Damit werden die Ehrung selbst und die dahinterliegende Tat und Idee verewigt.

Gegenüber der SZ nannte Herta Anna Schley die Hintergründe. Die Klasse 9a war mit Nathalie Reichard, sie unterrichtet Deutsch, evangelische Religion und Gesellschaftswissenschaften, nach Verdun gefahren. Hier, auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges, dessen Ende am 11. November 1918 in diesem Jahr groß gefeiert wurde, gestalteten die Schülerinnen und Schüler mit ihr einen Lehr-Film über den Ablauf des Krieges. Dieser wurde anlässlich der Feier unter dem Motto „Frieden hat seine Zeit“ am 25. November in der Aula gezeigt. Werner  Hillen sei wie sie selbst und viele andere Anwesende auch so stark beeindruckt gewesen, dass er ihr angeboten habe, mit „seiner” Friedenstaube (Eigentum des VDK) an die Sulzbacher Schule zu kommen, wie Schley weiter meinte.

Die Klassenlehrerin selbst klärte am Mittwochvormittag darüber auf, dass man die Arbeit an dem Film-Projekt doch sehr unterschätzt habe. Dafür und für die gute Zusammenarbeit bedankte sich Nathalie Reichard bei den Jugendlichen genauso, wie sie es bei der Schulleitung machte. Diese habe es nämlich ermöglicht, den Stundenplan der Klasse 9a frei auszulegen, was  der vielen Arbeit fürs Projekt und dem Ruf der Schule zuträglich sei.

Hillen betonte gegenüber der SZ, dass der Volksbund 30 solcher Friedenssymbole zum Stückpreis von 1000 Euro habe anfertigen lassen. Jede trage ein eigenen Namen, von Theodor Heuss (dem 1. Bundespräsident) bis Edith Stein. Hillen selbst  war jahrelang bis zu seiner Pensionierung Leiter der Edith-Stein-Realschule in Friedrichsthal.

Als Beigabe zu der Taube überreichte Hillen Schulleiterin Schley und Lehrerin Reichard das Friedenslicht, das mit dem „Virus des Friedens“ infiziert sei. Die Flamme sei am Grabmal des Unbekannten Soldaten am Arc de Triomphe in Paris entzündet worden. Von dort wurde sie zu Fuß nach Verdun gebracht. An diesem historischen Ort seien die Kerzen auf den dortigen Gräbern der Unbekannten Soldaten entzündet worden. Und von hier aus gehe das Feuer, ähnlich der olympischen Flamme, um die Welt. Die Feier zur Übergabe der Fridenssymbole wurde eingeläutet mit dem Lied Winter-Wonderland, das  die Schülerinnen und Schüler sangen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung