Mit Feuerzeug in der Zelle

Am frühen Morgen des Neujahrstages hat ein 35-Jähriger in einer Zelle der Polizei-Inspektion Sulzbach gezündelt. Der Chef der Inspektion erläuterte am gestrigen Montag die näheren Umstände des Vorfalls.

Gebrannt hat es zum Jahreswechsel in der Polizei-Inspektion Sulzbach . Nach ersten Informationen der SZ musste die Feuerwehr dorthin ausrücken, weil ein vorübergehend festgenommener Mann in einer Gewahrsamszelle gezündelt hatte. Nähere Einzelheiten dazu waren der Öffentlichkeit am Sonntag von der betroffenen Dienststelle nicht mitgeteilt worden (SZ vom 2. Januar). Das hat nun am Montag der Chef der Inspektion, Hans Peter Komp, getan. Der Erste Polizei-Hauptkommissar erklärte, dass ,,nach einem Einschreiten" gegen 4.30 Uhr am Neujahrstag die betreffende Person in Gewahrsam genommen worden sei. Der Mann, 35 Jahre alt und wohnhaft in Friedrichsthal, habe - nach häuslicher Gewalt - zur Inspektion mitgenommen werden müssen. Nach Verbringen in die Zelle sei fast unmittelbar darauf festgestellt worden, dass die dort befindliche Matratze entzündet worden war. Dies sei um 5.15 gewesen. Und wie gelang es dem Mann, Feuer in der Zelle zu legen?

Der 35-Jährige, der alkoholisiert gewesen sei, habe, so Hans Peter Komp, die Matratze aufgerichtet, den abwaschbaren Überzug abgerissen und diesen mit einem Feuerzeug entzündet. Frage: Ist der 35-Jährige vorm ,,Wegsperren" denn durchsucht worden? Die Person, so der Inspektionsleiter, sei sogar zwei Mal durchsucht worden, ,,vor Ort und in den Gewahrsamsräumen".

Das Feuer sei unmittelbar nach der Entdeckung von einem Polizeibeamten der Sulzbacher Dienststelle mit einem Feuerlöscher unschädlich gemacht worden. Die Feuerwehr sei - im Rahmen der Amtshilfe - lediglich zur ,,Lüftung" der Kellerräume informiert worden. Der Sachschaden sei ,,nicht abschätzbar".

Nach Angaben von Sulzbachs Wehrführer Richard Plein waren zum fraglichen Zeitpunkt 15 Wehrleute aus dem Löschbezirk 1 Stadtmitte mit zwei Löschfahrzeugen vor Ort.