Frau, Hunde und Katzen gerettet

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften eilte am Dienstagabend zu einem Brand im Stadtteil Altenwald. Die Bewohnerin des Hauses erlitt schwere Verletzungen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Es waren dramatische Minuten in der Rote-Weiher-Straße, als am Dienstagabend eine 39-jährige Hausbewohnerin von dichtem Rauch eingeschlossen war. Kaum waren die Weihnachtsfeiertage vorbei, brannte die Waschmaschine der allein hier lebenden Frau im Keller. Das reichlich mit Kunststoff bestückte elektronische Haushaltsgerät entwickelte giftig beißenden Qualm. Und der zog nach oben, legte einen lebensbedrohlichen Smog in Treppenhaus und Flure.

Nachbarn bemerkten die Notlage, dann kam minutenschnell die Feuerwehr zu Hilfe, gemeinsam ermöglichten sie es der Frau, mit einer Schiebeleiter aus dem Haus zu klettern und retteten sie. Da war es kurz nach 21 Uhr, in der kleinen Straße blockierten die Einsatzfahrzeuge und die Schläuche jede Durchfahrt, Blaulichter erhellten die Szene. Feuerwehrsprecher Rafael Mailänder: "Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ankamen, drang dichter Rauch aus allen Fenstern des Hauses sowie aus den Kellerschächten. Im ausgebauten Dachbereich des Einfamilienhauses befand sich die 39-jährige Bewohnerin hilferufend an einem zur Straßenseite befindlichen Fenster. Nachbarn, die den Brand bemerkt hatten, nahmen eine Leiter und stellten diese an das Haus an. Mit Hilfe der Feuerwehr gelang es, die Frau über die Leiter zu retten und dem Rettungsdienst zu übergeben." Feuerwehr und Nachbarschaft können stolz auf diese Tat sein, auch das Rote Kreuz war schnellstens zur Stelle, nahm die Frau in Empfang und begleitete sie in einen Rettungswagen zur weiteren Versorgung und zum Transport in ein Krankenhaus. Dort wurde sie wegen schwerer Rauchgasvergiftung stationär aufgenommen, teilte die Polizei mit. Für die Feuerwehr war der Einsatz da noch nicht beendet. Die Frau verwies auf ihre Haustiere. Zwei Hunde und zwei Katzen waren noch im Gebäude, sie hatten sich verkrochen. Mailänder: "Fünf Trupps unter Atemschutz konnten zwei Hunde und zwei Katzen aus dem vollkommen verqualmten Haus retten, den Brand der Waschmaschine im Keller löschen und eine Brandausbreitung verhindern. Der Kellerraum, in dem die Waschmaschine stand, brannte völlig aus, vorerst bleibt das Haus unbewohnbar." Die Tiere wurden nach und nach lebend ins Freie gebracht, in einem Kastenwagen der Feuerwehr wurden sie vorübergehend untergebracht. Dann verletzte sich ein Feuerwehrmann, wieder war das Rote Kreuz gefordert. Im Einsatz stürzte der Helfer vor dem Haus und brach sich ganz unglücklich das Handgelenk, auch er kam in eine Klinik. Im Einsatz waren die Sulzbacher Wehr mit 80 Einsatzkräften, das Rote Kreuz vom DRK-Ortsverein Sulzbach und der Rettungswache Sulzbach mit drei Fahrzeugen und Notarzt, die Polizei , die Stadtwerke und der Winterdienst, der sich um gefrierendes Löschwasser kümmerte. Die Polizei beziffert den Sachschaden auf 50 000 Euro und bestätigt, dass das Haus derzeit unbewohnbar ist.