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Breitensport
Stadt fördert Saarbrücker Vereine

Saarbrücken. Die Klubs bekommen Geld für die Kinder- und Jugendarbeit sowie den Erhalt der Sportanlagen. Von Andreas Lang

Die Saarbrücker Vereine dürfen sich in nächster Zeit über Zuwendungen von der Stadt freuen. Die Bezirksräte Halberg, Mitte, West und Dudweiler hatten in der vorigen Woche die entsprechenden Verwaltungsvorlagen zurAbstimmung vorliegen, und die Kommunalpolitiker stimmten dem Geldregen zu. Mit rund 100 000 Euro belohnt die Stadt ihre Vereine dafür, dass sie Kinder und Jugendliche in ihren Reihen haben. Knapp 7000 Mitglieder unter 18 Jahren sind es in den Vereinen im Stadtbezirk Mitte, wo mit 50 176 Euro der dickste Batzen ausgeschüttet wird.


Krösus ist nicht etwa der FC Saarbrücken. Nein, der ATSV mit 811 Minderjährigen und der Turnerbund St. Johann mit 908 Kinder- und Jugendsportlern sind es, die diese Wertung anführen. Der Molschder Traditionsverein bringt es lediglich auf 302 Jugendkicker im blau-schwarzen Trikot. Dementsprechend fließen Zuschüsse in die Vereinskassen: 5911 Euro nach Alt Saarbrücken, 6618 Euro nach St. Johann und 2201 Euro nach Malstatt. Im Bezirk Halberg bleiben 20 743 Euro für sportliche Jugendliche hängen.

Die meisten Kinder und Jugendlichen haben im Saarbrücker Osten die Ortsgruppe Brebach-Fechingen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mit 275 und die Turnvereine Fechingen (335) und Bischmisheim (381). Auch im Saarbrücker Westen liegen die Fußballvereine in Sachen Zuspruch von Kinder und Jugendlichen hinter den Turnvereinen. Während es die Burbacher Sportfreunde 05 auf 180 bringen, zählt der Turnverein Altenkessel 207.



Noch mehr begeistern sich für American Football und die Saarland Hurricanes, 212 Jugendliche sind dort gemeldet. Insgesamt tummeln sich 2311 Kinder und Jugendliche in den Westvereinen, was den Vereinen 16 720 Euro einbringt. Knapp 13 000 Euro entfallen auf den Stadtbezirk Dudweiler. Damit ist der Geldregen für die Vereine aber noch nicht durch, denn wer eigene Sportanlagen unterhält, bekommt auch Zuwendungen von der Stadt. Insgesamt etwas mehr als 55 000 Euro fallen bei diesem Haushaltsposten an. Der Großteil übrigens für knapp 3000 Quadratmeter Umkleide-, Dusch- und Toilettenräume mit mehr als 14 000 Euro. Über 12 000 Euro entfallen zudem auf etwas mehr als 3000 Quadratmeter Turn-, Sport- und Gymnastikhallen in Saarbrücken.

Während es außerdem auch noch bei Sport- und Reitplätzen, Tennisplätzen, Reit- und Bootshallen um die Fläche geht, bezuschusst die Stadt Sportkegelbahnen und Schießstände pauschal. Da der ATSV Saarbrücken die Sporthalle am Lulustein selbst unterhält, bezieht er dafür 9227,87 Euro von der Stadt. Die Stadt nutzt die Halle zudem auch für Schulsport.

Insgesamt entfallen auf den Stadtbezirk Mitte 24 273 Euro, gut 12 000 Euro auf den Westen und mehr als 11 000 Euro auf den Halberg. In Dudweiler bleiben rund 7700 Euro hängen. In Sachen Förderung von Kunst- und Naturrasenplätzen profitiert der TuS Herrensohr, auf dessen Sportplatz der Kunstrasen erneuert wird. Da aus den anderen Stadtbezirken keine entsprechenden Anträge vorlagen stimmten deren Bezirksräte dem Vorhaben im Stadtbezirk Dudweiler zu. Hoffnungen auf Kunstrasen hegt man auch im Burbacher Saarwiesenstadion. Dort setzt die Verwaltung aber auf das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.