Förderverein offenbar knapp gerettet

Nur knapp ist der Förderverein der Caritas-Sozialstation in Wallerfangen der Auflösung entgangen. Am Mittwoch kann, wie es aussieht, doch ein neuer Vorstand gewählt werden. Der Verein hofft auf mehr Engagement und neue Mitglieder.

Der Förderverein der Caritas-Sozialstation Wallerfangen ist knapp seiner Auflösung entgangen. Obwohl der Verein fast 600 Mitglieder hat, war nach über 30 Jahren Vereinsarbeit bei der letzten Mitgliederversammlung niemand mehr bereit, für Ämter im Vorstand zu kandidieren. Herbert Gräff, der als Pfarrer laut Satzung Vorstandsvorsitzender ist, wies auf die drohende Auflösung des Vereins hin.

Nach mehreren dringlichen Aufrufen im Gemeindeblatt fanden sich nun doch Mitglieder, die auch Aufgaben im Vorstand übernehmen möchten. Um diesen zu entlasten, soll der Vorstand zudem erweitert werden. Eine neue Mitgliederversammlung mit Ergänzungswahlen ist am Mittwoch, 22. Januar, um 20 Uhr im Pfarrheim Wallerfangen. Um zahlreiches Erscheinen insbesondere der Mitglieder aus dem Gaubereich bittet der Verein, der bei der Versammlung auch über die Situation und die Aufgaben des Fördervereins informieren will. Auch neue Mitstreiter sind willkommen.

2010 wurde die Caritas-Sozialstation Wallerfangen/Rehlingen-Siersburg nach Wadgassen verlegt. Die Sozialstation Wadgassen versorgt Menschen in den Gemeinden Wadgassen, Überherrn, Wallerfangen und Rehlingen-Siersburg. Zu den Leistungen gehören häusliche Pflege, Hilfe bei der Körperpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung und Weiterversorgung nach ambulanten Operationen. Auch hauswirtschaftliche Hilfen, Fahr- und Begleitdienste bietet die Sozialstation an. Außerdem berät sie in allen Fragen zur häuslichen Pflege, Pflegegeld und Pflegeversicherung. Auch eine stundenweise Betreuung zur Entlastung von Angehörigen wird angeboten, ebenso eine palliativ-pflegerische Versorgung und ambulante Hospizbegleitung.

Der Förderverein der Caritas-Sozialstation Wallerfangen übernimmt für seine Mitglieder einen Teil der Kosten für Pflege oder hauswirtschaftliche Unterstützung, die selbst bezahlen werden müssen. Als Solidargemeinschaft übernimmt er derzeit 30 Prozent der Pflegekosten und einen Höchstbetrag von 1200 Euro pro Jahr. So sind in den vergangenen zehn Jahren rund 8000 Euro pro Jahr an Pflegekosten übernommen worden, finanziert durch die Mitgliedsbeiträge. Der Verein unterstützt die Arbeit der Sozialstation aber auch durch direkte Zuschüsse oder durch Anschaffungen.