Masters-Qualifikationsturnier : Selbstbewusst in die Mammut-Veranstaltung

Bei dem am heutigen Mittwoch beginnenden Qualifikationsturnier des SV Gersweiler kämpfen 32 Mannschaften um 74 Punkte – mehr Zähler für die Masters-Wertung gibt es bei keinem anderen Turnier in dieser Hallensaison.

Frank Thielen, dem Spielausschuss-Vorsitzenden des Landesligisten SV Gersweiler, wird es nicht langweilig. Denn ab diesem Mittwoch, 12. Dezember, kommen mehr als 60 Mannschaften in die Sporthalle Gersweiler, um dort bei Turnieren des SV gegen den Ball zu treten. 32 Mannschaften nehmen am Qualifikationsturnier zum Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes teil. „Daneben gibt es am Freitag ein Turnier für Hobby- und Betriebsmannschaften sowie am Samstagmorgen ein F- und am Sonntagmorgen ein E-Jugendturnier“, erklärt Thielen. Um das alles zu stemmen, hilft der ganze Verein mit. „152 Dienste zu je vier Stunden werden von unseren Mitgliedern verrichtet“, berichtet der Spielausschuss-Vorsitzende.

Beim Masters-Qualifikationsturnier um den Energis-Adidas-Cup ist das Teilnehmerfeld hochkarätig: Mit Masters-Titelverteidiger SV Röchling Völklingen, dem FV Diefflen und dem VfB Dillingen sind drei Oberligisten am Start. Dazu kommen mit den Saarlandligisten SC Halberg Brebach, SV Rohrbach und SV Auersmacher die drei Führenden in der Masters-Tabelle. Auch Titelverteidiger FC Rastpfuhl aus der Saarlandliga ist wieder dabei. Das Turnier des SV Gersweiler hat 74 Wertungspunkte. Damit hat es mit dem von Saar 05 Saarbrücken, das vom 2. bis 5. Januar in der Joachim-Deckarm-Halle stattfindet, die höchste Wertigkeit der 45 Qualifikationsturniere. „Unter den Top 10 von den Punkten waren wir schon immer. Dass wir ganz oben stehen, dass gab es aber noch nie“, sagt Thielen.

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltern hat der SV Gersweiler keine Probleme, um genügend Teilnehmer für sein Turnier zu finden. „Da können wir nicht klagen“, sagt Thielen. Verantwortlich dafür sieht er viele kleine Details – wie etwa die Rundum-Bande und die elektronische Anzeigetafel. „Wir machen einiges im Rahmenprogramm, damit es den Spielern und den Zuschauern bei uns gefällt“, erklärt Thielen.

Etwas anders als bei den meisten Masters-Qualifikationsturnieren ist der Modus in Gersweiler. Aus den acht Vorrundengruppen ziehen nur die jeweils Ersten sicher in die Zwischenrunde ein, die mit zwölf Mannschaften gespielt wird. Jeder Gruppen-Zweite bestreitet ein Entscheidungsspiel gegen einen anderen Zweiten ums Weiterkommen.

Die Vorrunde zu überstehen, ist das Ziel des SV Gersweiler, der als Landesligist beim eigenen Turnier nicht zu den Siegkandidaten zählt. Zumindest kann die Mannschaft von Spielertainer Jens Albrecht aber mit Selbstvertrauen starten. Denn in der Liga lief es für die Grün-Weißen vor der Winterpause gut. Sechs Siege holte der SV Gersweiler aus den letzten sieben Begegnungen vor dem Jahreswechsel. Gersweiler überwintert auf Rang fünf.

„Nach einem etwas holprigen Start hat die Leistungskurve der Mannschaft zuletzt nach oben gezeigt“, sagt Thielen. Deshalb will der Club den Vertrag mit dem vor der Saison vom Bezirksligisten SG Hassel nach Gersweiler zurückgekehrten Trainer Albrecht verlängern. Gespräche mit dem Übungsleiter hat es aber noch nicht gegeben. „Wir sind im Moment noch mit dem Hallenturnier beschäftigt“, sagt Thielen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung