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Wahlkampf im Köllertal
Riegelsberg hinkt hinterher

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Wer die Wahl hat, hat die Qual – kommendes Jahr im Köllertal nicht nur bei Kommunal- und EU-Wahlen, sondern auch bei den Bürgermeister-Wahlen. In Püttlingen und Heusweiler sind Kandidaten bereits aus der Deckung gegangen, in Riegelsberg steht die offizielle Kür noch aus. Von Michael Emmerich

Voraussichtlich am 26. Mai 2019 steht dem Köllertal ein Super-Wahlsonntag ins Haus, mit Europawahlen, Kommunalwahlen und Bürgermeisterwahlen in Heusweiler, Püttlingen und Riegelsberg. Im Püttlinger Rathaus wird der Chefsessel neu besetzt, das steht schon mal fest. Denn Amtsinhaber Martin Speicher scheidet aus Altersgründen aus, am 31. Mai nächsten Jahres wird er 68. Die beiden großen Parteien haben sich bereits auf ihre Kandidaten für die Nachfolge Speichers festgelegt. Die CDU schickt Edmund Altmeyer ins Rennen, die SPD Denise Klein. Beide sind feste Größen in der Kommunalpolitik. Altmeyer führt die CDU-Stadtratsfraktion an, Klein ist Beigeordnete der Stadt Püttlingen. Und beim Rückblick auf die Diskussion politischer Themen in den vergangenen Wochen lässt sich sagen: die Kandidaten sind schon im Wahlkampfmodus.


In der Gemeinde Heusweiler strebt Thomas Redelberger seine Wiederwahl an. Die Partei vermittelt den Eindruck, geschlossen hinter dem 51-Jährigen zu stehen. Die sieben Ortsverbände, der CDU-Gemeindeverbandsvorstand und die CDU-Gemeinderatsfraktion haben Redelberger einstimmig nominiert. Aber Vorsicht: Bei den beiden vergangenen Bürgermeisterwahlen in Heusweiler hat jeweils ein Herausforderer den Amtsinhaber abgelöst. 2002 folgte Rainer Ziebold (SPD) auf Josef Zeimetz (CDU), 2009 Redelberger auf Ziebold. Das wird Stefan Schmidt Mut machen, auf dem diesmal die Hoffnungen der SPD ruhen.

Die Frage, ob auch kleinere Parteien oder freie Kandidaten zur Bürgermeisterwahl 2019 antreten, ist bisher weder in Püttlingen noch in Heusweiler beantwortet.



Am größten ist die Ungewissheit in der Gemeinde Riegelsberg. Dort hat sich noch niemand aus der Deckung gewagt, noch niemand seinen Hut in den Kandidatenring geworfen. Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) ließ anlässlich seines 60. Geburtstages am 8. März zumindest durchblicken, dass er gern weitermachen würde. Wer kommt als Gegenspieler in Frage? Die CDU könnte sich für Stephan Müller-Kattwinkel entscheiden. Und was ist mit den Linken? Manch Riegelsberger würde es gern sehen, wenn Birgit Huonker anträte. Aber auf große finanzielle Unterstützung aus ihrer Partei darf sie wohl nicht bauen. Und einen Wahlkampf aus eigener Tasche zu zahlen, kommt einem Kraftakt gleich. Mit der Aussicht, dann doch nicht gewählt zu werden.