Wahlkampf lässt grüßen: SPD Heusweiler bläst zum Angriff

Wahlkampf lässt grüßen : SPD Heusweiler bläst zum Angriff

Angriffs- und kampfeslustig präsentierte sich die Heusweiler SPD am Freitagabend bei ihrem Neujahrsempfang. Der Ortsvereinsvorsitzende Stephan Schmidt kündigte an, dass 2018 ein Vorbereitungsjahr für die wichtigen Entscheidungen 2019 sein werde. „2019 sind Bürgermeisterwahlen, und wir wollen den nächsten Bürgermeister stellen“, proklamierte Schmidt. In diesem Jahr will man den Kandidaten küren. Schmidt: „Es wird ein Kandidat sein, der es besser macht als der Amtsinhaber.“

Auch für die Kommunalwahlen 2019 wollen sich die Genossen schon positionieren: „Wir werden in diesem Jahr gute Listen für die Kommunalwahl  aufstellen. Wir wollen wieder den Ortsvorsteher in Heusweiler stellen“, sagte Schmidt. Die Ortsvorsteherposten in Wahlschied und Holz wolle man verteidigen und in Niedersalbach, Obersalbach, Eiweiler und Kutzhof „auf Sieg spielen“. Zwei wichtige Themen will die SPD in diesem Jahr in Heusweiler bearbeiten: so werde man, wie schon in den vergangenen Jahren, darum kämpfen, dass weitere Mittel für den Ausbau der Infrastruktur in den Haushalt eingestellt werden.

Außerdem will die SPD ein Jahr der Bildung ausrufen. „Deshalb haben wir im Gemeinderat den Antrag gestellt, eine neue Kindertagesstätte zu bauen“, sagte Schmidt. Aufgrund der steigenden Kinderzahlen müsse die Gemeinde für Familien attraktiv bleiben. Der Schulausschuss sei dem SPD-Antrag bereits gefolgt, nun solle es auch der Gemeinderat tun. Und wenn das Ja des Rates da sei, wolle die SPD einen geeigneten Standort für die neue Kita vorschlagen. Schmidt fordert: „Der Standort soll fußläufig gut erreichbar sein und zentral liegen.“ Ein Neubau zwischen dem Brigitte-Winkler-Haus und der Friedrich-Schiller-Schule biete sich an.

Schmidt ehrte zwei verdiente Mitglieder der Heusweiler SPD. So Alfred Michaelis, der sich mit seinem „Kummertelefon“ um die Belange der Bürger kümmere. „Alfred kümmert sich dabei um Dinge, die der Ortsvorsteher nicht hinbekommt“, sagte Schmidt. Geehrt wurde auch Anita Fritz, die 25 Jahre lang den Vorsitz bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) inne hatte und dieses Amt aus privaten Gründen nicht weiter wahrnehmen wird. Mit ihrem Verzicht hat auch der AsF-Vorstand seine Arbeit einstellen müssen, ein neuer Vorstand werde nicht mehr gewählt, sagte Schmidt. Er betonte jedoch, dass die Frauenarbeit nun in den Ortsverein überführt werde. Will heißen: es soll eine Frauenbeauftragte in den Vorstand des Ortsvereins berufen werden. Ein Grußwort sprach der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Petry, der vor allem über die Rolle der SPD im Bund und die Koalitionsverhandlungen in Berlin referierte.

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