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St. Matthias
„Falscher“ Glockenschlag beschädigt St.-Matthias-Turm

Eine der Glocken von St. Matthias wurde aus Sicherheitsgründen außer Betrieb genommen, da sich die Schwingungs-Frequenzen der Glockenanlage so verändert hatten, dass dadurch schwere Schäden am Turm drohten.
Eine der Glocken von St. Matthias wurde aus Sicherheitsgründen außer Betrieb genommen, da sich die Schwingungs-Frequenzen der Glockenanlage so verändert hatten, dass dadurch schwere Schäden am Turm drohten. FOTO: das bilderwerk / Uli Barbian
Riegelsberg. Problem mit 58 Jahre alter Glocken-Aufhängung verursacht ungünstige Schwingungen

Einen Zuschuss von 2000 Euro aus der Riegelsberger Gemeindekasse erhält die Pfarreiengemeinschaft Riegelsberg/Köllerbach, entschied der Riegelsberger Gemeinderat. Damit wird die Sanierung der Glockenanlage in der Pflugscheider Kirche St. Matthias unterstützt. Wie Dechant Franz-Josef Werle der Verwaltung und dem Gemeinderat schriftlich mitgeteilt hatte, gibt es Probleme mit der Elektrik und der Aufhängungen der 1959 installierten Glockenanlage: Das daraus resultierende Schwingungsverhalten könne auf Dauer zu größeren Schäden am Glockenturm führen. Aus Sicherheitsgründen sei deshalb bereits eine Glocke stillgelegt worden, war erst jetzt im Gemeinderat zu erfahren


Ein von der Kirchengemeinde in Auftrag gegebenes Gutachten schlage vor, die derzeitigen stählernen Glockenjoche zu erneuern. Statt Stahl müsse aber Holz verwendet werden. Außerdem müssen die Klöppel der Glocken neu angepasst werden, und ebenso müssten die Läutemaschinen sowie die elektrischen Zuleitungen erneuert und ebenfalls angepasst werden. Am Mauerwerk des Turmes seien bisher nur kleinere Reparaturarbeiten nötig.

Die Gesamtkosten der Instandsetzung beziffert die Pfarrgemeinde mit 29 000 Euro. Abzüglich von Zuschüssen, die das Bistum Trier beisteuert, bleibt der Pfarrgemeinde ein Eigenanteil von 20 000 Euro.



Die Gemeinde Riegelsberg hat bisher im Rahmen ihrer Zuschussrichtlinien Investitionen und Sanierungsmaßnahmen von Kirchengemeinden mit einem Betrag in Höhe von zehn Prozent der Kosten unterstützt. Das, so beschloss es der Gemeinderat jetzt einstimmig, werde man auch bei der Sanierung der Pflugscheider Glockenanlage so handhaben. Da im Haushalt 2017 jedoch keine Gelder für solch eine Zuschussmaßnahme vorgesehen sind, muss sich die Pfarrgemeinde gedulden. Erst wenn der Haushalt 2018 verabschiedet ist, kann der Betrag überwiesen werden.

(dg)