Die Walpershofer Brücke leuchtet

Walpershofen. Wahrgenommen hat den Augenblick fast niemand, dafür war es noch zu hell am Tag, und außerdem war er nicht öffentlich bekannt gemacht worden. Aber immerhin war der Bürgermeister von Riegelsberg da und der Ortsvorsteher, und daraus darf man ableiten, dass das Ereignis für die Dorfchronik von Walpershofen nicht ganz unwichtig war: Am Donnerstag, 2. Dezember, exakt um 16

Walpershofen. Wahrgenommen hat den Augenblick fast niemand, dafür war es noch zu hell am Tag, und außerdem war er nicht öffentlich bekannt gemacht worden. Aber immerhin war der Bürgermeister von Riegelsberg da und der Ortsvorsteher, und daraus darf man ableiten, dass das Ereignis für die Dorfchronik von Walpershofen nicht ganz unwichtig war: Am Donnerstag, 2. Dezember, exakt um 16.30 Uhr, wurde die Beleuchtung der neuen großen Saarbahn-Brücke über die Landstraße 136 erstmals eingeschaltet. Diesmal noch von Hand und nur auf der "Heusweiler Seite"; die "Etzenhofer Seite" war noch nicht ganz fertig, aber ab demnächst sollen die Lampen beider Seiten brennen und an die Straßenbeleuchtung gekoppelt werden. Wie Bürgermeister Klaus Häusle sagte, kostete die "Illumination" der Brücke 75 000 Euro. Sie besteht aus Neonröhren, die sich in zwei parallelen Reihen über die ganze Länge von 50 Metern ziehen. Der Charme besteht darin, dass die Röhren verdeckt angebracht sind und im Zusammenspiel mit der silberfarbenen Verkleidung der Brücke Lichtspiele mit grafischen Mustern erzeugen. Wer die Brücke tagsüber schon hübsch findet, der wird sie im Dunkeln noch mehr mögen. Wem sie tags nicht gefällt, der wird sie nachts nun vielleicht in einem besseren Licht sehen, denn sie leidet nicht unter der Beleuchtung, sondern gewinnt eher.Ortsvorsteher Werner Hund sagt, dass die Brücke einer sehr großen und noch wachsenden Mehrheit der Bevölkerung gefalle. Nun werde es darauf ankommen, die riesige Fläche unter der Brücke stilvoll und sinnvoll für das öffentliche Leben zu erschließen. Nach Überzeugung von Hund sollte vor allem darauf geachtet werden, nicht zu viel zu bauen oder zu installieren, denn dadurch vergebe man zu viele Möglichkeiten.