Als Neunjähriger entdeckte er die Liebe zum Fußball

Als Neunjähriger entdeckte er die Liebe zum Fußball

Geboren wurde Friedhelm Warken in Maybach, aber seit mehr als 30 Jahren lebt er nun in Riegelsberg. Von Kindesbeinen an spielte der Fußball eine große Rolle in seinem Leben, das hat sich bis heute nicht geändert.

Riegelsberg. Vor 31 Jahren hat Friedhelm Warken seine Liebe zu Riegelsberg entdeckt. "Ich hatte gerade geheiratet, und wir suchten ein Haus. Mehrere Objekte schaute ich mir an, fündig wurde ich Ende 1981 in der Lindenstraße", erinnert er sich. Das Haus gefiel ihm sofort. "Es war zwar riesig, aber ich wollte das unbedingt haben. Zumal es so schön ruhig lag, denn in der Lindenstraße herrschte damals kaum Verkehr", erzählt Warken. Heute ist das - wie überall - ein wenig anders. Friedhelm Warken ist 60 Jahre alt, mit Stefanie verheiratet und hat drei Kinder.Geboren wurde er in Friedrichsthal-Maybach, wo sein Vater als Steiger auf der Grube arbeitete. Nach dem frühen Tod seines Vaters zog Warken 1963 mit seiner Mutter auf die Ritterstraße. Nach Schul- und Bundeswehrzeit erlernte er den Beruf eines Technikers und arbeitet von 1971 bis zu seiner Pensionierung im Januar dieses Jahres bei Saarferngas.

Schon als Neunjähriger hatte Warken seine Leidenschaft für Fußball entdeckt. Er begann in der Jugend des SV Hellas Bildstock und spielte nach seinem Wohnortwechsel beim SV Ritterstraße. Dort wurde er 1966 Saarlandmeister und schaffte als Defensiv- und Mittelfeldspieler sogar den Sprung in die U 16-Auswahlmannschaft des Saarlandes. Erstmals in engeren Kontakt mit dem Riegelsberger Fußball kam er als 18-Jähriger: "Da spielte ich unter Trainer Dieter Prinz in der 1. Mannschaft des FV 08 Riegelsberg."

Doch nur eine Saison lang, dann ging's zurück zum SV Ritterstraße, wo er bis zu seinem 28. Lebensjahr in der 1. Mannschaft spielte. Schwere Verletzungen machten seiner Karriere jedoch ein frühes Ende. "Bei mir war alles kaputt. Meniskus, Kreuzbänder, Schlüsselbein - ich musste aufhören", erzählt Warken. Er kickte bis vor Kurzem zwar noch ein bisschen bei den Alten Herren (AH) der damaligen SG DJK/08 Riegelsberg, des SV Ritterstraße und des FV 08 Püttlingen, doch jetzt soll endgültig Schluss sein. "Ich muss operiert werden. Leistenbruch. So ist das, wenn man als alter Dirmel noch Fußball spielen will", schmunzelt er. Warken hat aber viel mehr gemacht, als "nur" Fußball gespielt. Er war Jugendtrainer, gründete und trainierte die erste Frauenfußball-Mannschaft des 1. FC Riegelsberg und ist Politiker und Funktionär. So war er bis Herbst 2011 zweiter Vorsitzender des 1. FC Riegelsberg, dem größten Fußballverein im Köllertal. Im Herbst vergangenen Jahres stieg er zum Vereinschef auf. "Wir hatten unsere Satzung geändert und haben seitdem drei Erste Vorsitzende. Ich bin als Erster Vorsitzender Sport für den sportlichen Bereich zuständig. Eine Aufgabe, die Spaß macht, die aber nicht nur Freude mit sich bringt", erzählt Warken. Zum Beispiel, wenn man einen Trainer entlassen muss, den man eigentlich sehr mag - wie vor Wochen im Falle Franco Gagliardi. Doch Warken macht trotz solcher "Bauchweh-Entscheidungen" seinen Job gern. "Weil man etwas für Riegelsberg tun kann, wenn es im Fußball gut läuft", erzählt er.

Auch als Politiker kann er etwas für Riegelsberg tun. Warken erzählt: "Ich habe immer CDU gewählt. Vor sieben Jahren bequatschten mich Bernd Wegner und Stephan Müller-Kattwinkel im Urlaub, Parteimitglied zu werden. Ich habe ja gesagt und bin seit 2009 Mitglied im Ortsrat. Diese Arbeit macht mir Spaß. Auch wenn der Ortsrat nicht allzu viel entscheiden kann. Aber das, was wir machen können, machen wir. Denn es ist ja zum Vorteil für Riegelsberg."