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Umweltministerium gegen Forststraße 423
Auch Umweltministerium argumentiert für Sperrung

Püttlingen. Ob Püttlingen beim Wunsch, die F 423 zu erhalten, tatsächlich Unterstützung vom Land erhält, darf bezweifelt werden. Jedenfalls wenn man sich den Inhalt einer Mail des Umweltministeriums vom vorigem August an die SZ betrachtet.

Darin heißt es, alle über die F 423 erreichbaren Ziele seien „unschwer und sicherer“ auch über L139/140 und über die Straße nach Herchenbach zu erreichen.


Entscheide sich der LfS, falls er Baulastträger bleibt (dem Wartung und Instandhaltung obliegen), für eine Entwidmung, gehe die Baulast auf den SaarForst Landesbetrieb (SFL) über, der in solchen Fällen die Straßen immer zu gesperrten Waldwegen mache. Dafür spreche laut Umweltministerium auch: Wegen der dicht an der Fahrbahn stehenden Bäume müsse ständig mit herabfallenden Ästen und Umstürzen gerechnet werden, was  sehr großen Aufwand für das Erhalten der Verkehrssicherheit bedeute.

Ein Winterdienst werde vom LfS nicht mehr durchgeführt, somit müsse die Straße im Winter ohnehin gesperrt werden, woran sich aber Verkehrsteilnehmer oft nicht hielten, was wiederum Unfälle, beschädigte Bäume und Fahrerfluchten nach sich ziehe. Ein weiteres Problem sei die illegale Müllentsorgung entlang der gesamten Strecke. Und zum Kostenfaktor: „Der Unterbau der sehr schmal gehaltenen Straße (praktisch ein asphaltierter Waldweg) besteht auf der überwiegenden Streckenlänge, abgesehen von einem kleinen sanierten Teilbereich, aus Altasphalt. Die laufende Unterhaltung zur dauerhaften Sicherung des Fahrbetriebs wird zukünftig enorm teuer werden, da sich die Fahrbahn auf Grund ihres Alters bei ständiger Benutzung zunehmend auflösen wird.“ Eine komplette Erneuerung der Fahrbahndecke sprenge jedoch für den SaarForst „jeglichen wirtschaftlich vertretbaren Rahmen“.



(mr)