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Mal im Bus mit Buddha reden

Saarbrücken. SZ-Mitarbeiterin sieht ein öffentliches Verkehrsmittel jetzt mit anderen Augen. Traudl Brenner

Busfahren ist ja sonst nicht so mein Ding. Noch hab' ich mein Auto. Oder ich erreiche meine Ziele per Fahrrad. Und in die Stadt geh ich, da ich mittendrin wohne, eh per Pedes. Man will ja was für die Gesundheit tun. Aber jetzt! Was für eine Chance fürs innere Gleichgewicht. Für Gesundheit und Wohlergehen. Da steigt man neuerdings einfach in einen städtischen Bus - und ist in Buddhas Armen. Beschützt, behütet. Diese Chance nutze ich jetzt oft. Immer, wenn einer der Busse mit der gewaltig großen, verhalten lächelnden Buddha-Figur als Rundum-Deko um die Ecke kommt, lass ich alles stehen und liegen, renne los und steige ein. Fahre sozusagen von Meditationsstation zu Meditationsstation. Geborgen! Zahnweh? Buddha wird's schon richten. Gibt Hilfe auf dem Weg zur Erleuchtung. Sauer aufs Fernsehprogramm? Mal im Bus mit Buddha reden. .... - Natürlich sollten die Buddha-Busse ja eigentlich nur aufmerksam machen auf die wunderbare große Buddha-Ausstellung, die noch bis nächsten Februar in der Völklinger Hütte zu sehen ist. Aber so angenehme Begleiterscheinungen einer Werbe-Idee kann man ja auch nutzen - oder hab' ich da was missverstanden?