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| 19:35 Uhr

Beschützt in Buddhas Armen

Völklingen. SZ-Mitarbeiterin Traudl Brenner fährt plötzlich leidenschaftlich gerne Bus – zu ihrer eigenen Überraschung.

Meinung:

Beschützt in Buddhas Armen

Bus fahren ist ja sonst nicht so mein Ding. Noch habe ich mein Auto. Oder ich erreiche meine Ziele per Fahrrad. Und "in die Stadt" gehe ich, da ich mitten drin wohne, eh per pedes. Man will ja auch was für die Gesundheit tun.

Aber jetzt! Was für eine Chance fürs innere Gleichgewicht! Für Gesundheit und Wohlergehen! Da steigt man neuerdings einfach in einen öffentlichen Bus - und ist in Buddhas Armen! Beschützt, behütet.

Diese Chance nutze ich jetzt oft. Immer, wenn einer der Busse mit der gewaltig großen, verhalten lächelnden Buddha-Figur als Rundum-Deko um die Ecke kommt, lasse ich alles stehen und liegen, renne los und steige ein. Fahre sozusagen von Meditationsstation zu Meditationsstation. Geborgen! Zahnweh? Buddha wird's schon richten. Gibt Hilfe auf dem Weg zur Erleuchtung. Sauer aufs Fernsehprogramm? Mal im Bus mit Buddha reden . . .

Natürlich sollten die Buddha-Busse ja eigentlich nur aufmerksam machen auf die wunderbare große Buddha-Ausstellung, die noch bis nächsten Februar im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zu sehen ist. Aber so angenehme Begleiterscheinungen einer Werbe-Idee kann man ja auch nutzen - oder hab' ich da was missverstanden?