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Kommunen in der Biosphäre wollen kleine Energie-Revolution

Kommunen in der Biosphäre wollen kleine Energie-Revolution

Die Verbandsversammlung des Biosphärenzweckverbands Bliesgau, zu der auch Kleinblittersdorf gehört, verabschiedete in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig den "Masterplan 100% Klimaschutz". Die Region erklärt sich danach bereit, alle denkbaren Anstrengungen zu unternehmen, bis 2050 den Energieverbrauch zu halbieren und die CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent zu reduzieren.Einen entsprechenden Bericht hatte das Saarbrücker Institut für Zukunftsenergiesysteme (IZES) bereits Anfang Juli nach mehrmonatigen intensiven Diskussionen in einem eigens gegründeten regionalen Klimaschutzrat den kommunalen Gremien vorgelegt.Neben einer umfangreichen und erstmaligen Analyse der Energieverbräuche in der Biosphärenregion in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität benennt der Masterplan die sehr ehrgeizigen Einsparziele in den einzelnen Sektoren.

Um bis 2050 den Energieverbrauch zu halbieren und gleichzeitig die CO2-Emissionen um 95 Prozent zu reduzieren, müssen der Stromverbrauch um etwa 60 Prozent, der Wärmeverbrauch um 70 Prozent und der Bedarf für Mobilitätsverbräuche um zehn Prozent sinken. Der Strombedarf soll bis 2050 komplett, der Wärmebedarf größtenteils aus erneuerbaren Energieträgern stammen. Die Mobilität wird weitgehend über Elektromobilität auf Grundlage erneuerbarer Energien erfolgen.

Schwerpunkte möchte die Biosphäre in die energetische Sanierung der privaten und öffentlichen Gebäude, in den Ausbau von Ladesäulen für Elektroautos, in den Bau von Solaranlagen und in den moderaten Ausbau der Windenergie setzen.