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Hausmannskost aus der „Saarländischen Feldküche“

 Stefan Kirchen bringt Hausmannskost unter die Leute – hier serviert er Linseneintopf in Kleinblittersdorf. Foto: Heiko Lehmann
Stefan Kirchen bringt Hausmannskost unter die Leute – hier serviert er Linseneintopf in Kleinblittersdorf. Foto: Heiko Lehmann FOTO: Heiko Lehmann
Kleinblittersdorf. Seit diesem Sommer tourt der 51-jährige Stefan Kirchen mit seiner „Saarländischen Feldküche“ durch den Regionalverband Saarbrücken und andere Landkreise – und bietet traditionelle Hausmannskost an. Heiko Lehmann

Dibbelabbes, Hoorische, Lyonerpfanne, Bibbelsches Bohnesupp, Linsen- und Erbseneintopf und vieles mehr - allesamt Leibspeisen der Saarländer. Doch wo gibt es sie noch, wenn nicht auf traditionellen Volksfesten oder wenn man Oma ganz lieb fragt? Bei Stefan Kirchens Saarländischer Feldküche.

Jeden Donnerstag macht Stefan Kirchen Station in Kleinblittersdorf . In dieser Woche stand Linseneintopf mit Wurst und Weck auf der Speisekarte. "Ich bin von dem herrlichen Duft angezogen worden und wollte mal sehen, was es hier gibt", sagt eine Frau, die rein zufällig nach ihrem Einkauf bei der "Saarländischen Feldküche" vorbeiguckte und sich gleich eine Portion mitnahm.

"Es ist lecker, frisch gekocht, und wenn man mal keine Zeit hat, zu Hause zu kochen, ist es die optimale Lösung", sagt Sascha Dahlem aus Sitterswald, der sich auch eine Portion Linseneintopf mitnahm. Von 10.45 Uhr bis 13.30 Uhr steht Stefan Kirchen von montags bis freitags jeden Tag mit seiner Feldküche an einem anderen Ort und bietet frisch Gekochtes an. "Die Leute stehen meistens schon an den Plätzen, wenn ich komme, und warten. Es sind ältere Menschen, Handwerker, aber auch jüngere Leute oder Familien, die sich das Essen mit nach Hause nehmen. Es kommen sogar Leute mit Töpfen und Schüsseln und nehmen darin die Gerichte mit", sagt der 51-Jährige Agraringenieur, der bereits einen Biobauernhof betrieb und danach als Pharmareferent tätig war. Und wie kommt man dann auf die Idee zur "Saarländischen Feldküche"? "Ich wollte einfach was anderes machen, weg von dem Stress in der Wirtschaft und dem ganzen täglichen Druck. So mache ich, was mir Spaß macht", sagt der Saarlouiser.

Stefan Kirchen kocht ab 7 Uhr


Weniger Arbeit hat Kirchen allerdings nicht. "Jeden Morgen um sieben Uhr beginne ich mit dem Kochen. Wenn ich mit Saubermachen fertig und zu Hause bin, dann ist es 17 Uhr, und dann steht noch die Buchführung an. Aber ich bin mit Leidenschaft dabei, das ist mir das Wichtigste", sagt der Hobbykoch, der von einer durchaus lehrreichen Anfangszeit der Feldküche berichtet. "Kochen Sie mal 50 Liter Erbseneintopf und würzen Sie ihn richtig. Mir konnte das im Vorfeld niemand erklären, das muss man sich, wie vieles andere auch, alles selber aneignen", sagt Kirchen, der mit den Kunden gern über saarländische Spezialitäten oder das Leben sproocht. Nächste Woche gibt es Gulasch mit Kartoffelklößen und Rotkraut. Am Montag in Bildstock auf dem Marktplatz, am Mittwoch auf dem Marktplatz in Heusweiler, am Donnerstag wieder in Kleinblittersdorf gegenüber der Saar-Apotheke und am Freitag in Ludweiler am Friedrich-Ebert-Platz. Ab dem 26. Oktober gibt es Hoorische, ab 2. November Dibbelabbes.

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