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Förster zeigt Kindern: Die Arbeit mit Holz macht Spaß

Kleinblittersdorf. Mehrere Hundert Menschen sind am Sonntag zum fünften Umwelttag der Gemeinde Kleinblittersdorf rund um das historische Rathaus gekommen. An 25 Ständen präsentierten Aussteller ihre Produkte und erklärten den Besuchern viel über Umweltschutz und naturnahe Produktion Von SZ-Mitarbeiter Heiko Lehmann

Kleinblittersdorf. Mehrere Hundert Menschen sind am Sonntag zum fünften Umwelttag der Gemeinde Kleinblittersdorf rund um das historische Rathaus gekommen. An 25 Ständen präsentierten Aussteller ihre Produkte und erklärten den Besuchern viel über Umweltschutz und naturnahe Produktion. 26 Hektar stillgelegtes Weideland hat der Regionalverband mit verschiedensten einheimischen Blumen wieder bewirtschaftet. Sechs Hektar davon in Kleinblittersdorf. "Durch die zur Verfügung gestellten Flächen haben die Bienenvölker ein großes Angebot an Blüten. Und am Ende kommt natürlicher Honig dabei heraus", erklärte Hobby-Imker Willi Ludt, der in Bliesransbach mehr als einer Million Bienen ein Zuhause gibt. Wenige Meter daneben zeigte die Vereinigung der Jäger des Saarlandes die einheimischen Tiere in ausgestopfter Form. Natürlich durften Bio-Gemüse, -Obst und -Brot auf dem Umwelttag nicht fehlen. Die Kleinblittersdorfer Gemeindewerke zeigten stolz, dass die Gemeinde die Wasserversorgung selbst in die Hand nimmt. "Wir fördern im Jahr etwa 580 000 Kubikmeter Grundwasser. Der Verbrauch aller Haushalte in einem Jahr beträgt etwa 540 000 Kubikmeter. Die restlichen 40 000 Kubikmeter sind für den Eigenbedarf der Gemeinde", erklärte Thomas Brach von den Gemeindewerken.Neben dem Rathaus verkauften Kinder ihre alten Spielsachen auf einem Flohmarkt. Hinter dem Rathaus brachte Carsten Federspiel, der Förster des Gemeindewaldes, Kindern und Erwachsenen den Werkstoff Holz näher. Sie konnten Astscheiben sägen, Löcher bohren und mit einem Lötkolben den eigenen Namen in die Holzscheiben brennen. "Das ist nicht so einfach, wie es vielleicht aussieht. Aber die Arbeit mit Holz macht Spaß", meinte der elfjährige Yannik Bur beim Löcherbohren. Wenige Meter weiter schnitzte Jean Paul Richartz aus dem französischen Alsting mit einer Kettensäge die unterschiedlichsten Tiere in Holzstämme. Dieses Schauspiel wurde zum Publikumsmagneten. Mit mehr als 20 Helfern und vielen Vereinen hatte Brigitte Flaus von der Gemeindeverwaltung einen informativen Umwelttag organisiert.