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Weißer Hirsch gestorben: Weißer Hirsch stirbt nach Zweikampf

Weißer Hirsch gestorben : Weißer Hirsch stirbt nach Zweikampf

Sein weißes Fell versetzte Besucher in Erstaunen. Jetzt ist der weiße Hirsch im Naturpark Kallenborn im Kampf mit einem Artgenossen gestorben.

Bei einer Ortsbesichtigung informierte sich der Umwelt- und Naturausschuss des Heusweiler Gemeinderates über die aktuelle Situation des Obersalbacher Naturparkes und die Pläne des Vereins zur Förderung der Naherholung und des Naturschutzes Obersalbach. Dabei hatte Hansi Paulus, der im Naturpark für die Versorgung und Fütterung der Tiere zuständig ist, zunächst zwei sehr traurige Nachrichten für die Ausschussmitglieder: der 20 Jahre alte weiße Hirsch des Parkes ist tot. „Er wurde im Kampf von einem jüngeren Rivalen getötet“, sagte Hansi Paulus.

Dass es bei Brunft- oder Revierkämpfen zu tödlichen Verletzungen kommt, ist selten – normalerweise zieht sich der unterlegene Hirsch rechtzeitig zurück. Doch in Einzelfällen kann so ein Kampf auch einen tödlichen Ausgang haben.

Und das vor wenigen Tagen gestohlene Blaukopf-Schaf ist bisher nicht wieder aufgetaucht. „Es ist wohl nicht in der Pfanne, sondern eher in einer Zuchtanstalt in Frankreich gelandet“, vermutet Paulus (die SZ berichtete). Auch von Vandalismus blieb der Park nicht verschont: Der Schaukasten des Kneippvereins Heusweiler am Wassertretbecken wurde mit Graffiti verunstaltet.

Aber es gab auch Erfreuliches zu berichten: Die alten, morschen Schautafeln, die über Pflanzen, Pilze und Tiere des Naturparks berichten, werden vom Bauhof Heusweiler wieder restauriert und aufgestellt. Die Küche im Haus Kallenborn wurde modernisiert. Sie verfügte bisher nur über alte, ausgediente Haushaltsgeräte. Diese wurden nun gegen „Profigeräte“ ausgetauscht, so dass das Haus jetzt über eine echte „Gastroküche“ verfügt. Zudem wurde die Waldbühne vom Förderverein saniert und wird jetzt wieder für Veranstaltungen genutzt. Es ist auch noch ein Überstand in Planung, damit die Akteure auf der Bühne bei Regen nicht nass werden.

Peter Paulus vom Umweltamt der Gemeinde sagte, auch die Verkehrssicherung im Naturpark sei auf den neuesten Stand gebracht worden. Will heißen: Die Wege an den Hängen wurden mit neuen Geländern abgesichert, die Brücke wurde vom THW saniert, die Zäune erneuert. Weiterhin wird das Gebäude neben dem Gästehaus neu gestaltet, und die Wasserrinnen im Park werden aus Holz neu gebaut. „Wie in den Vogesen, dann haben wir im Naturpark noch mehr Touch zur Natur“, so Peter Paulus. Und es ist ein „Hubertus-Gedächtnisweg“ in Vorbereitung. Dazu sollen im Gebäude neben dem Gästehaus Exponate ausgestellt werden, die vor allem für Schulklassen interessant sein dürften.

„Es ist schon viel passiert in der letzten Zeit“, bilanzierte Peter Paulus. Er kündigte noch an, dass in Kürze 18 Pappeln am großen Weiher gefällt werden müssen: „Wegen Windbruch müssen alle weg. Das wird am Anfang nicht so schön aussehen, aber die Natur erholt sich schnell, und wir werden auch noch das ein oder andere anpflanzen. Bis Saisonbeginn 2018 sieht das wieder gut aus.“