Literatur Buchvorstellung Laura Albers : Lesung löst Kribbeln im Bauch aus

Literatur Buchvorstellung Laura Albers : Lesung löst Kribbeln im Bauch aus

Angelika Lauer alias Laura Albers stellt in Heusweiler ihr neues Buch „Ein Boss zum Verlieben“ vor.

„Ich bin ganz schön aufgeregt, auch, ob genug Leute kommen“, bekannte Angelika Lauer am Freitagabend kurz vor ihrer Buchvorstellung im Heusweiler Rathaus. Zwar sei es bereits ihre vierte Lesung in der Heimatgemeinde, doch jedes Mal sei sie nervös. „Aber vielleicht braucht es das auch ein bisschen“, sagte sie und nahm ganz vorne neben Bürgermeister Thomas Redelberger Platz. Bis auf die Vorstellung ihres ersten Liebesromans „Licht über den Reben“, der im vergangenen Jahr von der Liebe in den Elsässer Weinbergen erzählte, hatte der bisher alle Premieren in seinem Haus erlebt.

Doch statt die Autorin, wie bisher gewohnt, als Angelika Lauriel, so ihr Autorenname in den zahlreichen weiteren bisher erschienenen Büchern, zu begrüßen, bekam es der Vewaltungschef erstmals mit Laura Albers zu tun. Und diese Laura Albers, das zeigte sich bereits nach den ersten gelesenen Sätzen, hatte ihre Nerven absolut unter Kontrolle. Mit jedem Satz schlüpfte die Autorin mehr in die Rolle der Protagonistin und fesselte damit sehr schnell die Zuhörerschar. Rund 50 Gäste waren schließlich gekommen, um die zweite Liebesgeschichte aus der Feder der Heusweilerin kennenzulernen. Einige von ihnen längst im Besitz des Buches. Sie waren besonders froh, dass sich Lauer die Zeit nahm, die Bücher zu signieren.

Andere, wie Beate Klein aus Köllerbach und Liane Weisenborn aus Heusweiler, waren bisher noch absolut unbedarft in Sachen Laura Albers. „Wir haben von der Buchvorstellung auf Facebook gelesen und uns gedacht, da gehen wir hin“, erklärte Klein. Sie ist eifrige Leserin, schätzt inzwischen längst die E-Book-Varianten und war vor allem gespannt, wie Musik und Text zusammengehen würden. Denn, wie im Vorjahr hatte sich Angelika Lauer mit Klangkünstlerin Tanja Endres-Klemm alias Sax-Geflüster Verstärkung mitgebracht.

Sie sorgte mit ihren Saxophonklängen für das passende französische Flair. Denn auch diesmal entführt die Autorin ihre Leserschaft ins benachbarte Frankreich. Bei „Ein Boss zum Verlieben“ geht es nach Metz und sie selbst, erzählte sie in einer kurzen Lesepause, hat dort eine Woche Schreibzeit gemacht, um diese unverwechselbare Stadt mit all ihrer Architektur in sich aufzusaugen. Selbst, dass sie trotz Navigationssystem, ähnlich wie ihre Hauptakteurin Sophie Thielen auf der Beton-Trasse gelandet ist, blieb am Freitag nicht unerwähnt. Ob die beiden, die etwas tollpatschige Sophie und ihr Vorgesetzter, der Kaufhausinhaber Yannis Jouvet, am Ende der Geschichte ein Paar werden, das hat die Autorin natürlich nicht verraten. Dennoch kamen die Romantikerinnen bei der Lesung nicht zu kurz, das Kribbeln im Bauch ließ Albers immer wieder aufflackern. Doch wie die Geschichte ausgeht, blieb im Verborgenen. Nicht ungeklärt ließ Angelika Lauer dagegen die Frage nach dem Untertitel: „Küssen auf französisch – Band 1“. Es sollen, so erklärte die Buchautorin, weitere Liebesromane, die unter anderem in der Weihnachtszeit spielen, folgen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung