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W Wald-Brunnen als Trinkwasserspender
Grüne: Testet Quellen auf Trinkwasserqualität

Patrick Ginsbach.
Patrick Ginsbach. FOTO: Svetlana Lange / Svetlana Lange/Ginsbach
Saarbrücken. Stellvertretender Fraktionschef in der Regionalversammlung schlägt vor, Brunnen für Wanderer und Radfahrer nutzbar zu machen.

Die Grünen haben vorgeschlagen, ausgewählte Waldquellen um Saarbrücken auf Trinkwasserqualität zu untersuchen. Ein Trinkwasserbrunnen sei ein attraktives Angebot für Wanderer und Radfahrer. Davon könne der naturnahe Tourismus im Regionalverband Saarbrücken profitieren. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Regionalverband, Patrick Ginsbach, hat dazu einen Antrag in die Regionalversammlung eingebracht, damit das Gesundheitsamt Trinkwasser aus ausgewählten Brunnen untersuchen kann.



„Der Regionalverband Saarbrücken besitzt einen hohen Waldanteil mit zahlreichen Quellen. Aber auch viele Orte im ländlichen Raum verfügen noch über einen Dorfbrunnen. Wenn auch viele dieser Brunnen keine Trinkwasserqualität mehr aufweisen dürften, so ist dies insbesondere für jene Waldquellen sicher anzunehmen, die weit weg von landwirtschaftlich genutzten Flächen und menschlichen Siedlungen liegen“, erklärt Patrick Ginsbach, der umweltpolitischer Sprecher der Grünen in der Regionalversammlung ist. Frühere Untersuchungen im Woogbachtal belegten dies.

In Betracht kämen gerade Naturschutzgebiete um Saarbrücken. Ginsbach erklärt: „Ob Saarkohlenwald oder Ensheimer Gelösch – in vielen Naturschutzgebieten gibt es weitab von landwirtschaftlichen Flächen beliebte Wander- und Radwege mit Brunnen, die sehr wahrscheinlich Trinkwasserqualität aufweisen, wovon aber leider niemand weiß. Wir wollen, dass das Gesundheitsamt ausgewählte Brunnen auf Trinkwasserqualität testet, um Wanderern und Radfahrern ein Angebot für den Sommer machen zu können.” Davon könne gerade der naturnahe Tourismus im Regionalverband profitieren.

Die Verwaltung müsse das Gespräch mit den Waldbesitzern, insbesondere mit Saarforst, suchen. Es sei zu prüfen, wie die sich die Quellen als Trinkwasserlieferanten nutzen lassen. Dazu Ginsbach: „Die Spanne reicht von einer Trinkwasserfreigabe bis dahin, lediglich die Untersuchungsergebnisse im Internet zu veröffentlichen, damit sich jeder eigenverantwortlich ein Bild machen kann.”