| 20:22 Uhr

Zu wenig Platz im Regionalverband
Grüne kritisieren schleppenden Kita-Ausbau

Saarbrücken. Als Reaktion auf Hunderte fehlende Krippenplätze (die SZ berichtete) fordern die Grünen ein Sonderprogramm des Regionalverbandes zum Krippenausbau. Grünen-Fraktionschef der Regionalversammlung, Manf Jost, hat Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) vorgeworfen, den Krippenplatzausbau verschlafen zu haben. Die Betreuungsalternativen kämen einer bildungspolitischen Bankrotterklärung des Regionalverbandsdirektors gleich. Obwohl seit 2014 die Zahl der Geburten alljährlich steige, habe Gillo erst jetzt mit einer entsprechenden Vorschulentwicklungsplanung reagiert, deren Umsetzung bis ins nächste Jahrzehnt dauern werde. „Die bekannt gewordene Versorgungslücke bei den Krippenplätzen ist alarmierend. Viele junge Eltern sind aus beruflichen Gründen auf einen Krippenplatz angewiesen. Zudem sind Krippenplätze gerade für Kinder mit Migrationshintergrund für eine gelungene Integration unverzichtbar. Die Betreuungsalternativen, angefangen von Containern bis hin zu irgendwelchen innerfamiliären Lösungen kommen einer bildungspolitische Bankrotterklärung des Regionalverbandsdirektors gleich“, erklärt  Jost. red

Als Reaktion auf Hunderte fehlende Krippenplätze (die SZ berichtete) fordern die Grünen ein Sonderprogramm des Regionalverbandes zum Krippenausbau. Grünen-Fraktionschef der Regionalversammlung, Manfred Jost, hat Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) vorgeworfen, den Krippenplatzausbau verschlafen zu haben. Die Betreuungsalternativen kämen einer bildungspolitischen Bankrotterklärung des Regionalverbandsdirektors gleich. Obwohl seit 2014 die Zahl der Geburten alljährlich steige, habe Gillo erst jetzt mit einer entsprechenden Vorschulentwicklungsplanung reagiert, deren Umsetzung bis ins nächste Jahrzehnt dauern werde. „Die bekannt gewordene Versorgungslücke bei den Krippenplätzen ist alarmierend. Viele junge Eltern sind aus beruflichen Gründen auf einen Krippenplatz angewiesen. Zudem sind Krippenplätze gerade für Kinder mit Migrationshintergrund für eine gelungene Integration unverzichtbar. Die Betreuungsalternativen, angefangen von Containern bis hin zu irgendwelchen innerfamiliären Lösungen kommen einer bildungspolitische Bankrotterklärung des Regionalverbandsdirektors gleich“, erklärt  Jost.


 Obwohl die Geburtenrate seit Jahren steige, habe Gillo nicht gehandelt, sondern den Krippenausbau verschlafen. Ausbaden müssten dies nun Eltern, Großeltern und die Kinder. Jost: „Seit 2014 steigt die Geburtenrate im Saarland kontinuierlich an. Zwischen Mitte 2015 und Mitte 2017 stieg die Anzahl der Kinder unter drei Jahren im Regionalverband um satte 15,6 Prozent auf über 8.400.“ Jost fordert deshalb ein Sonderprogramm zum Krippenausbau.