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| 20:27 Uhr

Atmosphäre und für Spiritualität
Sie kümmern sich um die Seele der Menschen

Annette Körner (links) und Tatjana Schmidt freuen sich.
Annette Körner (links) und Tatjana Schmidt freuen sich. FOTO: Silke Frank / cts
Dudweiler. Die Mitarbeiterinnen Annette Körner und Tatjana Schmidt haben eine neue Aufgabe im Caritas SeniorenHaus St. Irmina Dudweiler: Sie begleiten die Bewohner seelsorgerisch.

„Wir sind für Sie da, wir haben Zeit für Sie“, ist die Botschaft, mit der Annette Körner und Tatjana Schmidt an die Bewohner des Caritas SeniorenHauses St. Irmina Dudweiler herantreten. Diese brauchen Zuwendung und Aufmerksamkeit in allen Lebenslagen und Lebensphasen. Besonders Menschen mit Demenz haben ein großes Gespür für Atmosphäre und für Spiritualität. „Vielen unserer Bewohner spendet ihr Glaube Trost. Der Schwerpunkt des seelsorgerischen Angebotes liegt auf der Seite des Zuhörens und im Gespräch, soweit dies gewünscht wird. Ob für ein gemeinsames Gebet oder für ein Gespräch über persönliche Sorgen oder Glaubensfragen. Sowohl Pflegekräfte, als auch hauptamtliche Seelsorger kommen hier oft genug an ihre Grenzen“, erklären die beiden ihre neue Aufgabe.

Nach einer einjährigen Fortbildung zur „Mitarbeiterin in der Seelsorge“ haben sie ihre Qualifizierung mit mehrmoduligen Kursen abgeschlossen und ergänzen seit dem 1. Januar das bisherige Team der Seelsorge im Caritas SeniorenHaus St. Irmina Dudweiler. Sie haben sich bereit erklärt, diesen besonderen Dienst zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben zu übernehmen. Sie sorgen dafür, dass die Bewohner möglichst viel von der Fülle des christlichen Lebens in ihren ganz eigenen Lebenslagen erleben dürfen, heißt es aus der Einrichtung. „Durch den Rückgang an pastoralem Personal in den Bistümern werden vielerorts die Seelsorge-Einheiten immer größer, sodass für eine intensive Begleitung in den Senioreneinrichtungen wenig Zeit da ist“, sagt Diakon Wolfgang Schu, Leiter Stabsstelle Spiritualität & Leitbild der cts.

„Als ich von dem Projekt erfahren haben, fielen mir sofort meine beiden Mitarbeiterinnen ein, und es war ganz klar für mich, dass wir uns für dieses Projekt bewerben“, erinnert sich Einrichtungsleiterin Ute Krüger. Streng festgelegt ist, dass die seelsorgerische Tätigkeit nicht zu Lasten der Pflege und der sozialen Beschäftigung gehen darf. Deshalb sind beide Mitarbeiterinnen für einen festgeschriebenen Stundenanteil freigestellt. „Pflegerische Tätigkeiten, soziale Begleitung und Seelsorge werden ganz klar bei Annette Körner und Tatjana Schmidt getrennt. Sie wechseln das Namensschild und ein Telefon hat in der Hosentasche nichts mehr zu suchen“, verspricht Ute Krüger.

Nach mehreren Jahren Vorarbeit startete 2016 dieses Gemeinschaftsprojekt der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mit dem Bistum Trier, dem Caritas Verband für die Diözese Trier., den Barmherzigen Brüdern Trier, den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz und der Marienhaus-Stiftung. 17 Frauen und Männer aus dem sozialen oder pflegerischen Bereich verschiedener Einrichtungen konnten sich bisher durch das Projekt „Mitarbeit in der Seelsorge in Einrichtungen der Altenhilfe katholischer Träger“ qualifizieren. Sie erhielten jetzt ihre Zertifikate. Mit einem Beauftragungsgottesdienst am 20. Januar wurden Annette Körner und Tatjana Schmidt im Caritas SeniorenHauses Irmina Dudweiler offiziell als „Mitarbeiterin in der Seelsorge“ mit ihrem Dienst beauftragt. Unter den Gästen waren die Schwestern vom Heiligen Geist, Generaloberin Sr. M. Alphy und Sr. M. Gregoria sowie Stephan Manstein, Direktor des Geschäftsbereichs Altenhilfe und Hospiz der cts.

„Das ist eine große Bereicherung zum Wohle unserer Bewohner und ein besonderes Aushängeschild für unser Haus“, bestätigt Ute Krüger abschließend. „Sie dürfen nun mit all dem Werkzeug und ihren persönlichen Talenten und Erfahrungen die Menschen begleiten und gemeinsam mit ihnen Wege suchen, um Gottes heilende Nähe zu spüren“, gratulierte Wolfgang Schu.

Wie wichtig dieser Dienst ist, haben die Beiden bereits gespürt. „Die positiven Reaktionen waren umwerfend. Schon direkt am ersten Tag kamen die Bewohner auf uns zu und baten uns um persönliche Gespräche“, erzählt Tatjana Schmidt, die bereits seit über fünf Jahren in der sozialen Begleitung tätig ist. Auch Annette Körner ist in St. Irmina bestens bekannt. „Seit elf Jahren arbeite ich im Haus. Ich kenne die Nöte und Bedürfnisse unserer Bewohner“, sagt die langjährige Mitarbeiterin. Dass die Bewohner sie gut kennen, ist für die beiden Frauen ein ganz großer Vorteil: „Die Senioren wissen, da ist jemand, mit dem ich meine Sorgen und Nöte vertraut und kompetent besprechen kann und der sich für mich Zeit nimmt.“