| 17:06 Uhr

Saarbrücken
Streit über die Zukunft des Messegeländes

Das Messegelände an der Stadtautobahn.
Das Messegelände an der Stadtautobahn. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Die Kommunalpolitiker debattieren seit Jahren, was aus dem ehemaligen Messegelände werden soll. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab. Die CDU ist dagegen. red

 Die CDU-Stadtratsfraktion streitet mit der rot-rot-grünen Koalition über die Zukunft des Messegeländes. CDU-Fraktionschef Uwe bemängelt das Vorgehen der Ratsmehrheit und der Verwaltung. SPD, Linke und Grünen hätten die Verwaltung beauftragt, mit einem einzigen Kaufinteressenten weiterzuverhandeln. Dabei sei das Areal zwar für private Investoren zur Entwicklung eines Gewerbeparks interessant, aber auch für eine Reihe anderer Nutzungen erforderlich. Die CDU schlägt vor, noch einmal darüber nachzudenken, ob das Gelände nicht eine wichtige Funktion übernehmen sollte, die den Nutzen durch private Investoren übersteigt. Conradt findet, selbst wenn man eine alleinige Nutzung als Gewerbepark bevorzugt, sei es verwunderlich, dass Verwaltung und Ratsmehrheit das Gelände nicht durch die stadteigene Projektentwicklungsgesellschaft GIU entwickeln lassen.


Conradt spricht von einem vorschnellen Ausverkauf städtischer Werte, für den Grüne und Linken „als Erfüllungsgehilfen parat stehen“. Conradt kündigte Widerstand gegen die Entscheidung an. Die CDU werde mit den Bürgern ein eigenes Konzept erstellen und dieses dem Verkauf an private Investoren gegenüberzustellen.

Die rot-rot-grüne Ratsmehrheit kontert mit dem Vorwurf, die CDU mache Wahlkampf auf Kosten der Stadt. Ein Verkauf des Messegeländes und seine Entwicklung als Gewerbestandort seien ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt, und zwar nach langer Diskussion. Nun liege ein bestmöglicher Nutzungsvorschlag vor. Diesen Erfolg wolle die CDU mit allen Mitteln verhindern, obwohl der Bedarf an Gewerbeflächen in Saarbrücken groß sei.



In der gemeinsamen Erklärung heißt es weiter: „Einen Stillstand beim ehemaligen Messegelände können wir uns nicht leisten.“ Die Vermarktung des ehemaligen Messegeländes als Gewerbefläche sei von Anfang an vorgesehen gewesen, und nun lägen attraktive Angebote vor.