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Was sich der Ortsrat Holz alles wünscht

Ortsrat schreibt Wunschliste : SPD fordert mehr Platz für Kinder

Der Holzer Ortsrat listet seine Wünsche für den Doppelhaushalt 2019/2020 der Gemeinde Heusweiler auf.

Mit seinen Wünschen für den Doppelhaushalt 2019/2020 der Gemeinde Heusweiler beschäftigte sich der Holzer Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung. SPD, CDU und FDP beschlossen einstimmig einen Wunschzettel, der sinnvoll klingt, dessen finanzielle Auswirkungen aber nicht einschätzbar sind.

Die meisten Forderungen stellte die SPD. So möchte sie Geld in den Haushalt einstellen lassen, um die Nachmittagsbetreuung an der Grundschule auszubauen. Wie von uns berichtet, ist diese von der ABG geleitete  Nachmittagsbetreuung an ihre räumlichen Grenzen gestoßen. Zu viele Kinder müssen auf zu kleinem Raum betreut werden. Deshalb schlägt die SPD vor, dass die ehemalige Hausmeisterwohnung durch einen Anbau erweitert wird. Die Gemeindeverwaltung soll prüfen, ob dies möglich ist, und sie soll die Kosten benennen.

Auch die Kindertagesstätte soll auf Vorschlag der SPD erweitert werden. Sascha Mund (SPD) betonte zwar: „Wir sind nach wie vor für die große Lösung in Heusweiler, also einen Kitaneubau, der für alle Ortsteile gilt. Aber wir müssen auch für die Holzer Kinder Sorge tragen, vor allem, weil durch das geplante Neubaugebiet am Westfeld eine erhöhte Nachfrage nach Kitaplätzen bestehen wird.“ Deshalb soll auch hier von der Verwaltung geprüft (und eine Kostenermittlung angestellt werden), welche Möglichkeiten es für einen An- oder Umbau der Kita Holz gibt. Die SPD schlägt vor, den Anbau dort zu errichten, wo jetzt noch Garagen stehen. „Man kann auch Alternativlösungen prüfen“, sagte Mund. Wie in Riegelsberg, wo ein Wohnhaus in der Jahnstraße für einen Gruppenraum gemietet worden ist. Auch ein „modulares System“ mit hochmodern eingerichteten Containern könne eine Alternativlösung sein, meinte Mund. Und als letzte Alternative brachte er eine Zuweisung zu Holzer Tagesmüttern ins Gespräch.

Die SPD fordert zudem eine behindertengerechte Sanierung der Toiletten im Dorfgemeinschaftshaus. „Seit seiner Errichtung 1964 ist dort nichts modernisiert worden“, kritisierte Mund. 20 000 Euro könnte diese Sanierung kosten. 2000 Euro sollen für die Anschaffung zusätzlicher Lautsprecher in der Glück-Auf-Halle in den Doppelhaushalt aufgenommen werden. Die Beschallungsanlage sei zwar toll, so Mund, aber sie reiche bei Großveranstaltungen nicht aus. 1500 Euro sollen eingestellt werden, um für das Dorfgemeinschaftshaus einen Beamer mit Leinwand anzuschaffen. In der vorletzten Ortsratssitzung habe man gesehen, wie vorsintflutlich Präsentationen dort ablaufen. Als der ZKE Heusweiler über die Hochwasser- und Kanalproblematik im Ort referierte, mussten die Pläne an eine Schiebetür geklebt werden. Ortsratsmitglieder und Besucher der Sitzung sahen nichts.

Und als letzte Forderung wünscht sich die SPD eine Befestigung des Weges vom Angelsportweiher zur Reitanlage mit Verbundsteinen. Derzeit ist der Weg geschottert. Dazu Mund: „Kommt Starkregen, können wir den Schotter in der Pampa einsammeln.“ Was eine Sanierung mit Verbundsteinen kosten würde, konnte die SPD nicht sagen.

Die CDU unterstützte genauso wie die FDP alle Forderungen. Während die CDU jedoch keine eigenen Wünsche benannte, wurde eine Forderung von Doris Luksic (FDP) ebenfalls einstimmig aufgenommen: die Verwaltung soll im Rahmen der Halbnachtabschaltung im Gebiet untere Ochsenweide prüfen, ob die Straßenlaternen nicht auf LED umgestellt werden können. „Das wäre eine in die Zukunft gerichtete Investition, weil die Stromkosten langfristig gesenkt werden könnten“, sagte Luksic. Ob alle Wünsche auch tatsächlich in den nächsten beiden Jahren erfüllt werden, entscheidet der Heusweiler Gemeinderat.

www.heusweiler.de