Umwelt-Campus am Johanneum in Homburg

Der Umwelt-Campus am Johanneum : Studenten werben für Umweltthemen

Studenten des Umweltcampus’ Birkenfeld waren am Gymnasium Johanneum zu Gast. Im Rahmen eines speziellen Projekts präsentieren sie lebhafte und interaktive Lehreinheiten zu nachhaltigen Themen, etwa dem Klimaschutz.

Der Beginn eines neuen Jahres ist der vermeintlich bestmögliche Zeitpunkt, um im Leben etwas zu ändern, vorzugsweise zum Besseren. Und ganz vorne könnte da der eigene Umgang mit der Natur und Umwelt stehen. Denn: In einer Zeit, in der kaum etwas so innig und teils kontrovers diskutiert wird wie das Verhältnis des Menschen zu dem, was ihn umgibt, sind gute Vorsätze unter den Überschriften „Nachhaltig“, „Umweltbewusst“ oder auch „Ressourcenschonend“ nicht die schlechteste Idee.

Doch wie füllt man diese gerne verwendeten Begriffe mit Sinn und Leben? Das erfuhren Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Johanneum in Zusammenarbeit mit dem Umwelt-Campus Birkenfeld und als Teil des Projektes „S.U.N.“, was für Schulen und Umwelt-Campus pro Nachhaltigkeit steht,  noch vor den Feiertagen – also gerade rechtzeitig, um sich daraus auch einen guten Vorsatz fürs neue Jahr zu machen.

Was nun verbirgt sich hinter dem Projekt „S.U.N“, das unter der Leitung von Professor Klaus Rick vom Umwelt-Campus steht? Diese Frage beantwortete Johann Rehder, Master-Student in Birkenfeld, so: „Die Studenten bereiten bei diesem Projekt lebhafte und interaktive Lehreinheiten zu nachhaltigen Themen vor und führen diese an Schulen im Umkreis durch. Damit soll der reguläre Unterricht ergänzt werden und bei den Schülern das Interesse geweckt werden, sich selbständig mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Dadurch leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag, zukünftige Generationen für ihre gesellschaftliche Verantwortung zu sensibilisieren und eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.“ Diesmal, wie Rehder verdeutlichte, gehe es dabei unter anderem um Ernährung, Textilherstellung, Klimawandel, erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und Upcycling.

Als unsere Zeitung Rehder und seine Lehr-Partnerin Natalie Fortmeier, ebenfalls Master-Studentin „Umwelt und Betriebswirtschaft“ am Umwelt-Campus Birkenfeld, am Gymnasium Johanneum bei der letzten von drei Veranstaltungen des „S.U.N“-Projektes am Johanneum besuchen, geht es für die Schülerinnen und Schüler konkret um das Thema „Klimawandel“. Und da wüssten die Acht-Klässler schon erstaunlich viel, freut sich Natalie Fortmeier. „Aber die Einschätzung, was durch das eigene Verhalten passiert, da bedarf es noch an ein bisschen mehr Reflektion. Einfach, damit man weiß, welchen Einfluss das eigene Tun auf das Klima hat. Da waren die Jugendlichen schon erstaunt darüber, was ihr eigenes Konsumverhalten erzeugen kann.“

Bei dem Versuch, dem Klimawandel in kleinen Schritten entgegen zu treten, dürfe man nicht verzweifeln, so Fortmeier. „Verzweifeln ist da das falsche Wort, das falsche Gefühl. Ich versuche, da eher positiv ranzugehen und stelle mit vor, dass ich jemanden erreicht habe. Und dass es so die nächste Generation besser und anders machen kann, als es bis jetzt getan wird.“

Lehrerin Angelika Philippi-Haueis betont im Gespräch mit unserer Zeitung, worum es im Großen beim gemeinsamen Projekt ihrer Schule mit dem Umwelt-Campus Birkenfeld geht: Global denken, lokal handeln. „Es ist unser Ansatz, dass die Schülerinnen und Schüler sich selbst überlegen, was sie in ihrem eigenen Umfeld tun können, sei es in der Schule oder zu Hause.“ Und was gibt man den Mädchen und Jungen da konkret auf den Weg? Fortmeier: „Gerade haben wir erarbeitet, wie viel Kohlendioxid in welchen Bereichen ausgestoßen wird. Und jetzt überlegen die Jugendlichen konkret, wie sie ihren eigenen Anteil am Kohlendioxid-Aufkommen reduzieren können.“

Kommt das Projekt bei den Schülerinnen und Schülern an? Diese Frage kann man wohl mit „Ja“ beantworten, sind sich Paul Gessner, Johanna Pizanis, Sindya Shandrakumar und Robert Jung doch schon mal stellvertretend sicher, dass es den Klimawandel tatsächlich gibt. „Es ist ja nicht normal, dass im November die Temperaturen bei 20 Grad gelegen haben und es fast keinen Niederschlag gab“, begründete Johanna ihre Einschätzung. „Daraus könnte man ableiten,  dass es den Klimawandel geben muss.“ Deswegen sei es wichtig, erläuterte Sindya, den Ausstoß von Kohlendioxid zu vermeiden. Gefragt, welches der Themen der drei Module des „S.U.N.“-Projektes ihnen am besten gefallen habe, stimmt Paul für die Themen „Recycling/Upcycling“ und „Klimawandel“, Sindya beschäftigt am meisten das Thema „Vermeiden von Plastikmüll“, für Johanna steht die Nachhaltigkeit ganz vorne und für Robert „Verantwortungsvoll konsumieren“.