Umbau der Umkleide der SG Hassel: Rathaus kann vermeintliche Mängel erklären

Umbau der Umkleide der SG Hassel : Rathaus kann vermeintliche Mängel erklären

Ortsrat räumt ein: Ein Ortstermin in der kritisierten Umkleide nur mit der SG Hassel, aber ohne Vertreter der Stadt machte wenig Sinn.

Vor kurzem hatten die Hasseler Fußballer und Ortsräte Kritik am Neubau der Sportheim-Umkleide neben dem Sportplatz am Eisenberg geübt (wir berichteten), weshalb das Thema wieder auf der Tagesordnung der jüngsten Ortsratssitzung auftauchte. Nachdem die Verwaltung zum Sachstand Stellung genommen hatte, musste Ortsvorsteher Markus Hauck erkennen, dass bei dem „damaligen Ortstermin schon einiges hätte geklärt werden können, wenn man die Verwaltung dazu geholt hätte“.

Denn in den Erläuterungen aus dem Rathaus wurden vom Verein angeprangerte Mängel schlüssig erklärt. Albert Zitt (SPD) und Michael Rinck (CDU), die beide bei dem Termin mit der SG Hassel in der bemängelten Umkleide anwesend waren, fanden die Vorgehensweise der SG Hassel im Nachhinein „nicht okay“, da die „Problempunkte noch gar nicht mit der Stadtverwaltung kommuniziert“ worden seien.

Die fehlende Fassadenverkleidung im Übergang des Neubaus zum bestehenden Gaststättenteil werde selbstverständlich geschlossen, allerdings erst, nachdem die Qualitätsmängel durch die bauausführende Firma beseitigt worden seien. Die Problematik mit den Duschköpfen sei dem Bauherrn bisher nicht bekannt gewesen. In Rücksprache mit dem Hersteller gebe es hier zwei Lösungsansätze. Bei der Ausführung der Wandbekleidung, die feuchtigkeitsabweisend ist, habe man wegen des fehlenden Publikumsverkehrs in diesem Technikraum aus Kosten- und Zeitgründen auf eine Gestaltung der Wandflächen verzichtet. Alle anderen farbbeschichteten Decken- und Wandflächen der Flure, Umkleiden, WC‘s und der Nebenräume seien mit einer gut deckenden, stumpfmatten, desinfektionsmittelbeständigen Acrylatfarbe versehen worden, die Tüv-geprüft, wasserdampfdiffussionsfähig und strapazierfähig sei. Diese sei von hoher Qualität und eine Reinigung ohne weiteres möglich.

Auch die Kritik der SG Hassel an der Aufteilung der räumlichen Kapazitäten wollte die Abteilung Gebäudemanagement so nicht stehen lassen. Habe doch zur Raumaufteilung ein gemeinsamer Termin mit Bauherrn, Verein und Planern stattgefunden, in dessen Folge die Wünsche der SG in die Planung und der späteren Realisierung des Neubaus Eingang fanden. Im Zuge der Baumaßnahme sei lediglich die Anordnung des Technik-/Hausanschlussraumes und des Abstellraumes getauscht worden, da zu einem früheren Zeitpunkt der Planung der höhere Platzbedarf der Haustechnik noch nicht erkennbar gewesen sei.

Das sei mit dem damaligen Abteilungsleiter Fußball der Sportgemeinde, Rudi Altmeyer, auf dem „kleinen Dienstweg“ abgestimmt worden. Außerdem habe während der Baumaßnahme ein wöchentlicher Austausch zwischen Verein und Bauherren stattgefunden, weshalb die Verwaltung dem Vorwurf widersprach, es habe keine Beteiligung des künftigen Nutzers gegeben. Von Seiten der Verwaltung wünsche man weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit dem Verein, was sich auch in der unkomplizierten Beseitigung von Schäden zeige, die die Vereinsmitglieder selbst zu verantworten hätten. Wie Ortsvorsteher Markus Hauck nach Kenntnisnahme des Schreibens aus der Verwaltung und der Diskussion im Gremium sagte, hake er das Thema Umbau Sportheim ab, da Lösungen gefunden wurden: „Im Moment sehe ich das Problem als gelöst. Der Verein braucht den Ortsrat nicht mehr als Unterstützung. Beim nächsten Mal sind Verwaltungsmitarbeiter bei Terminen dabei. Dann bekommen wir auch abgestimmte Meinungen.“

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