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WfS macht sich für Energieprojekt in Biosphäre stark

WfS macht sich für Energieprojekt in Biosphäre stark

Die Marke „Biosphäre“ müsse mehr als ein Werbemittel sein, sagt Dominik Schmoll (WfS). Gerade das Thema Energiegewinnung eigne sich hervorragend, um dem Modellcharakter des Reservats gerecht zu werden.

. Auch St. Ingbert habe seinen Teil beigetragen, dem Biosphärenreservat Bliesgau einen besonderen Charakter zu verleihen, betont Dominik Schmoll, Fraktionsvorsitzender von "Wir für St. Ingbert ", in einer Pressemitteilung. Biosphären-VHS, Radwegeausbau, ÖPNV-Ausbau und Biosphärenmarkt seien nur einige Punkte, die von St. Ingbert ausgingen. "Doch haben wir den Eindruck, dass man nach ersten konkreten Maßnahmen in der letzten Zeit nur noch Bestehendes rituell weiterpflegt und sich ansonsten auf Kleinst-Projekte beschränkt," so Schmoll.

Die "Marke Biosphäre" müsse dabei mehr als ein Werbemittel sein. "Wir wollen, dass die Biosphäre trotz und gerade wegen des Stadt-Land-Gefälles enger zusammenwächst, um eine gemeinsame regionale Identität zu entwickeln." Man dürfe nicht vergessen, dass es sich bei dem Biosphären-Konzept der Unesco nicht nur um klassischen Naturschutz im engeren Sinne handele, sondern auch der Mensch eine zentrale Rolle spielt. Gesellschaftliche und ökonomische Fragen seien ebenso wie Klimaschutz und Wahrung der biologischen Vielfalt zu beachten.

Schmoll: "Wir wollen, dass in der Biosphäre durch ein schlüssiges Wirtschaftskonzept auch nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen werden." Hier gelte es aber breiter zu denken, als sich nur auf die Entwicklung eines sanften Tourismus zu beschränken und die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden zu suchen. "Wir für St. Ingbert " zielt hier insbesondere auf die Stadtwerke, die mit ihren Partnern in der Biosphäre Modellcharakter beweisen müsse, indem nachhaltige Energiegewinnung weiterhin Thema bleibt.

"So wie das Blockheizkraftwerk am DNA-Gelände Wärme erzeugt, müsse auch mit Hilfe von Holzgaskraftwerken durch Holz Strom erzeugt werden", fordert der Fraktionsvorsitzende. Bei dieser Art der Energiegewinnung werde das Holz erhitzt und entstehendes Holzgas dann zur Stromerzeugung genutzt. Diese Holzgaskraftwerke produzieren neben dem Strom auch Wärme, die dann ähnlich der bestehenden Anlage am DNA nutzbar wäre und Wirkungsgrade von bis zu 80 Prozent haben. "Gerade wo unser Stadtgebiet zu 50 Prozent aus Wäldern besteht, muss in St. Ingbert diese Form der Nachhaltigkeit einen besonderen Stellenwert haben."

"Wir für St. Ingbert " erkennt an, dass St. Ingbert seit seiner Zugehörigkeit in der Biosphäre stets Zugpferd unter den beteiligten Gemeinden war. Schmoll bekräftigt in diesem Zusammenhang: "Diese Rolle wünschen wir uns auch weiterhin. Eine konzeptuelle Weiterentwicklung - selbstverständlich in Abstimmung mit dem Zweckverband und den anderen Gemeinden - sollte daher auch weiter von St. Ingbert ausgehen."