Ungewöhnliches in der Kinowerkstatt

Es soll ein Ereignis werden: Ein lyrisch-musikalisches Porträt der Autorin Mascha Kaléko zeigen Paula Quast und Henry Altmann in der Kinowerkstatt. Ein Geschenk für alle, die sich nach ruhigen Momenten sehnen.

. Zu einem besonderen Ereignis lädt die Kinowerkstatt in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung St. Ingbert am Sonntag, 23. November, in die Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49, ein: "... sie sprechen von mir nur leise" ist der Titel eines lyrisch-musikalischen Porträts, das die Schauspielerin Paula Quast und der Musiker Henry Altmann als Hommage an die Literatin Mascha Kaléko erschaffen haben, ein Geschenk für alle diejenigen, die sich im hektischen Alltag nach ruhigen Momenten sehnen, und ein Abend füllendes Programm.

Die beiden Künstler haben ein neues Genre geschaffen, das zwischen Rezitation und Schauspiel angesiedelt werden muss. Das Programm hat eine ganz eigene Dramaturgie, die klassische Musik, der Tisch mit der Blattsammlung als Requisite machen daraus eine Art von Kammerspiel. Paula Quast spricht die Werke von Mascha Kaléko im Vertrauen auf die Kraft des einzelnen Wortes, durch den Mut zur Pause lässt sie ihnen Raum, ihre Wirkung zu entfalten. Ihr Gesichtsausdruck und ihre Körperhaltung sind unaufdringlich und doch ist sie so präsent, dass sie und Mascha Kaléko im Laufe der Inszenierung immer mehr zu einer Person verschmelzen. Der Musiker Henry Altmann lässt mit seinen Kompositionen die Melancholie hörbar werden, welche die Werke umgeben, dabei überdecken die Töne aber nicht die für Mascha Kaléko ebenfalls typische Ironie. Diese Inszenierung ist ein unvergessliches Erlebnis und erobert seit 1996 im In- und Ausland ein begeistertes Publikum.

Eintritt zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung: Erwachsene neun Euro, Schüler und Studenten sechs Euro.

Zum Thema:

Zur PersonMascha Kaléko (1907 - 1975) wurde als Tochter jüdischer Eltern in Galizien geboren und wuchs in Berlin auf. Sie wurde als Dichterin bekannt und verkehrte im berühmten "Romanischen Café". Doch 1935 erhielt Mascha Kaléko Publikationsverbot und musste mit Mann und Sohn nach New York emigrieren. Nach dem Krieg fand sie mit ihren so spielerisch eleganten wie spöttisch scharfsinnigen Texten wieder ein großes Publikum. red