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Umweltministerium bezuschusst Wasserentflechtung

Umweltministerium bezuschusst Wasserentflechtung

Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer hat das St. Ingberter Rathaus beehrt. In der Aktentasche hatte er einen Bescheid über 16 000 Euro. Den bekommt die Stadt zur Wasserentflechtung.

. Rund 16 000 Euro stellt das Umweltministerium über das Förderprogramm "Aktion Wasserzeichen" für eine Fremdwasserentflechtung in St. Ingbert-Mitte zur Verfügung. Die Maßnahme steht im Zuge der Sanierung des Rohrbachdurchlasses zwischen Gustav-Clauss-Anlage und Ludwigstraße an. Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer überreichte jetzt einen entsprechenden Zuwendungsbescheid an den St. Ingberter Oberbürgermeister Hans Wagner .

"Von den im Rahmen der ,Aktion Wasserzeichen' geförderten Maßnahmen profitieren unsere Bürgerinnen und Bürger ebenso wie der Umweltschutz: Durch die Verringerung des Fremdwassers in den Abwassersystemen verbessern wir die Wirkungsweise unserer Kläranlagen und reduzieren damit gleichzeitig die Kosten der Gebührenzahler", sagte Krämer bei seinem Besuch im St. Ingberter Rathaus.

Eine effiziente Abwasserreinigung setzt voraus, dass auch die Abwassermengen auf das notwendige Maß reduziert sind. Daher sollten Wassermengen, die von ihrer Herkunft und Beschaffenheit her nicht gereinigt werden müssen, auch nicht in Abwasseranlagen eingeleitet werden. Hierzu zählen das in Kanalisationen eingeleitete nicht behandlungsbedürftige Oberflächenwasser sowie Grundwasser aus defekten Kanälen oder Drainage-Wasser. Gerade im Saarland mache das Fremdwasser mit über 70 Prozent den weitaus größten Teil der Abwassermenge aus. Die daraus resultierenden Gewässermehrbelastungen einerseits und die technischen und finanziellen Folgewirkungen für den Anlagenbau, den Anlagenbetrieb und die Abwasserabgabe andererseits seien enorm.

Zum Thema:

HintergrundDie "Aktion Wasserzeichen - Förderprogramm zur Regenwasserbewirtschaftung" ist ein Programm des saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, mit dem die Gemeinden und Städte des Saarlandes bei ihren Bemühungen, Fremdwasser von reinigungsbedürftigem Abwasser zu trennen, finanziell unterstützt werden. red