Rollen des Heiligen und des Bettlers sind verteilt

Rollen des Heiligen und des Bettlers sind verteilt

Bei den Kindern steigt die Vorfreude auf die traditionellen Feiern, die rund um den Namenstag des heiligen Martin am 11. November geplant sind. Ein Besuch in der Kita St. Franziskus in St. Ingbert zeigte, an was im Vorfeld alles gedacht werden muss.

Eifrig werden Laternen gebastelt, der Hinweis auf den Brezelverkauf hängt an der Eingangstür: St. Martin steht vor der Tür. Textsicher trällern die Großen, die nächstes Jahr eingeschult werden, der katholischen Kindertagesstätte (Kita) St. Franziskus in St. Ingbert Martins-Lieder. Bei einem Termin mit unserer Zeitung berichten Kinder und Erzieherinnen, wie ihr St. Martins-Fest in diesem Jahr ablaufen wird.

Kinder, Erzieherinnen, Eltern und alle, die Lust haben, dabeizusein, treffen sich am Samstag, 9. November, um 17 Uhr zunächst zu einem Wortgottesdienst. "Den gestalten wir dieses Jahr", berichtet die Leiterin der Einrichtung, Ursula Hornig. Das ist alle zwei Jahre der Fall, da die Kita sich mit der Südschule abwechselt. Das bedeutet für die Kinder, dass sie im Rahmen des Wortgottesdienstes nicht nur singen und Fürbitten vortragen, sondern auch die Geschichte vom heiligen Martin nachstellen. Dazu braucht es natürlich einen St. Martin, einen Bettler und einen Soldaten. Kein Problem. Die Kostüme sind vorhanden und auch die Geschichte St. Martins kennen die Kinder sehr gut. "St. Martin hat dem Bettler ein Stück von seinem Mantel gegeben, weil er gefroren hat", weiß Silas. Und die Kinder um ihn herum ergänzen: "Martin möchte so wie Gott sein." Aber nicht nur der heilige Martin hilft. Die Kinder berichten, dass sie beispielsweise der Mama helfen, die kleinen Geschwister zu versorgen oder den Abwasch zu machen. Vor allem aber, das betont die kleine Emma, helfen sie anderen, indem sie sie trösten, wenn sie traurig sind.

Dass auch Menschen in St. Ingbert arm sein können, können die Kleinen sich nicht vorstellen. Aber da sie teilen und anderen eine Freude machen wollen, freuen sie sich, dass der Martinsumzug in diesem Jahr wieder am Altenheim Fidelishaus ganz in der Nähe vorbeigeht.

Neben der Martinsgeschichte, den Laternen und den Brezeln dürfen natürlich auch Pferd und Feuer nicht fehlen. All das wird es beim Martinsumzug von St. Franziskus geben. Außerdem wird die Jugendfeuerwehr dafür sorgen, dass nichts passiert. Damit der Gesang der Kleinen und Großen so richtig schön untermalt wird, nimmt auch der Reichenbrunner Musikverein am Umzug teil. Und die Laternen? "Die brauchen wir , damit sie schön leuchten und es nicht zu dunkel ist", ist sich die kleine Lene sicher.

Die St. Ingberter Martinsumzüge im Überblick: St. Franziskus feiert am Samstag, 9. November, um 17 Uhr sein Martinsfest. Los geht es mit einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Franziskus, anschließend ist der Martinsumzug. In Rentrisch geht es am Samstag, 9. November, um 17 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche los. Gegen 17.30 Uhr startet der Martinsumzug zum Martinsfeuer am Feuerwehrgerätehaus. Herz Jesu in Oberwürzbach startet am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr mit dem Martinsspiel in der Pfarrkirche. Anschließend ist der Martinszug zur Oberwürzbachhalle. St. Johannes in Rohrbach feiert am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr vor der Kirche St. Konrad. St. Martin wird dort seinen Mantel mit dem Bettler teilen. Dann ist der Martinszug zum Parkplatz in der Jugendheimstraße. St. Pirmin und St. Michael sind am Sonntag, 10. November, an der Reihe. Los geht es hier um 17.30 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael, anschließend ist auch hier der Martinsumzug. St. Josef feiert am Montag, 11. November, ab 17 Uhr. Auch hier beginnt das Fest mit einem Wortgottesdienst in der Alten Kirche, gefolgt vom Martinsumzug. St. Hildegard, Herz Mariae und St. Barbara starten ebenfalls am Montag, 11. November. Hier ist der Wortgottesdienst um 11 Uhr in der Pfarrkirche Herz Mariae. Der Martinsumzug beginnt um 17.30 Uhr. Treffpunkt ist Ecke Gehnbachstraße/Nassauer Graben. Herz Jesu in Hassel feiert am Montag, 11. November um 17.30 Uhr mit einem ökumenischen Wortgottesdienst in der Pfarrkirche Herz Jesu. Der anschließende Martinszug führt von der Kirche zur Eisenbergschule zum Martinsfeuer. St. Konrad startet am Dienstag, 12. November, um 17.45 Uhr seinen Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Konrad, anschließend geht auch hier der Martinsumzug los.