Der Wettergott ist doch St. Ingberter

Der Wettergott ist doch St. Ingberter

Bei der 15. Auflage des St. Ingberter Triathlons schien die Sonne. Ein seltenes Ereignis für die Veranstalter und Teilnehmer. Umso besser gelaunt waren alle. Vor allem die beiden Sieger Julian Erhardt und Martina Zwick.

Nach vier Wasserschlachten in Serie und der Titelzeile 2014 in der Saarbrücker Zeitung "Der Wettergott ist kein St. Ingberter" gab es am vergangenen Sonntag bei der 15. Auflage des St. Ingberter Triathlons endlich optimales Wetter. Schien im vergangenen Jahr am Tag des deutschen Fußball-WM-Triumphs in Brasilien bei der Veranstaltung der DJK-SG St. Ingbert noch die Welt unterzugehen, konnten dieses Mal die insgesamt 369 Finisher entspannt dem Himmel entgegenblicken. "Leider gab es auf dem Rad einige Stürze, aber ansonsten verlief alles bestens", freute sich Klaus Bosslet vom Organisationsteam.

Bei den Männern setzte sich im Sprintbereich Julian Erhardt vom Team Erdinger alkoholfrei durch, der in der 1. Triathlon-Bundesliga für seinen Heimatverein aus dem Chiemgau, das Tri-Team Grassau, startet. Der 23-Jährige hatte aber keine weite Anreise, da er derzeit in Saarbrücken Sportwissenschaften studiert. Vor knapp zwei Wochen hatte der Modellathlet bei den deutschen Meisterschaften der U23 mit Rang fünf nur knapp die Qualifikation für die Europameisterschaft verpasst.

"Bei Triathlons gibt es bezüglich der Organisation eigentlich sehr häufig etwas zu meckern, aber hier in St. Ingbert war alles richtig klasse", zollte der Sieger den Machern von der DJK-SG St. Ingbert ein "riesiges Lob". Nach dem Schwimmen sei es alles noch ganz eng zusammen gewesen, doch auf dem Fahrrad zog der Bayer dann davon. Der Triathlon hätte "gut in den Trainingsplan hineingepasst".

Insgesamt hatten die Sprinter 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer Laufen zu absolvieren. Beim Jedermann- und Staffel-Triathlon gab es auf dem Rad und zu Fuß die gleichen Distanzen, aber nur 250 Meter Schwimmen. Beim Schüler-Triathlon am Nachmittag variierten dann die Streckenlängen je nach Altersklasse. Schnellste Frau war Martina Zwick vom ASV Triathlon Landau. Die 25-Jährige hatte im vergangenen Jahr ihre lange und erfolgreiche Laufbahn als Radsportlerin auf der Straße und bei Querfeldein-Rennen beendet, um ihr Lehramtsstudium abschließen zu können. Nun bestritt sie in St. Ingbert ihren fünften Triathlon und feierte dabei den ersten Sieg. "Beim Schwimmen und Laufen lief es nicht optimal, aber auf dem Rad konnte ich den entscheidenden Vorsprung herausfahren", so Zwick.

Zum Thema:

AUF EINEN BLICK Ergebnisse des 15. St. Ingberter Triathlons: Sprint, Männer: 1. Julian Erhardt (Team Erdinger alkoholfrei, 1:00,06 Stunden), 2. Cedric Pietzsch (DJK Dudweiler, 1:05,44), 3. Bengt Leibrock (Grojos LTF Elversberg, 1:06,14). Frauen: 1. Martina Zwick (ASV Triathlon Landau, 1:16,34), 2. Monika Frenger (1. FC Kaiserslautern , 1:16,58), 3. Michelle Schwarz (SC Illingen, 1:20,19).Jedermann, Männer: 1. Michael Hümbert (RV Blitz Oberbexbach/Tri-Shop Saar, 1:01,46), 2. Dominik Jäkle (ohne Verein, 1:04,13), 3. Sven Görgen (CAEG Triathlon , 1:04,26). Frauen: 1. Claudia Flesch (LT Schweich, 1:10.13), 2. Claudia Henn (Team CJ07, 1:12,35), 3. Lisa Klumpp (ohne Verein, 1:13,11).Alle Ergebnisse (auch die Staffel- und Jugendergebnisse) finden Sie unter : www.triathlon-igb.de sho