Soziales Jahr tut beiden Seiten gut

St Ingbert · St. Ingberter Einrichtungen sind sehr zufrieden mit den jungen Menschen, die bei ihnen ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Sie entlasten das Pflegepersonal – und sie dienen sich auch selbst, indem sie ihrer Persönlichkeit mit wertvollen Erfahrungen etwas Gutes tun.

 Die jungen Helfer sind kaum noch aus der Pflegearbeit wegzudenken. Foto: DRK

Die jungen Helfer sind kaum noch aus der Pflegearbeit wegzudenken. Foto: DRK

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. Am Kreiskrankenhaus St. Ingbert hat die Pflegedirektorin der Geriatrischen Reha-Klinik gute Erfahrungen mit Jugendlichen gemacht, die dort ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvierten. "Das sind engagierte junge Leute, mit denen die Arbeit Spaß macht", so Margret Schumacher, "sie nehmen was für ihr persönliches Leben mit. Manchmal ist das Jahr wegweisend." Sie sieht in der Zeit, wie sich beispielsweise aus einem schüchternen Mädchen, das im Krankenhaus sein FSJ absolviert, eine selbstbewusste, taffe junge Frau wird. Das kann auch Sonja Conrad, Teamleiterin der Freiwilligen-Dienste beim Landesverband Saarland des DRK, bestätigen: "Entweder hat sich der Berufswunsch gefestigt oder die Freiwilligen wissen nach einem Jahr, dass der Beruf nichts für sie ist." Sie höre von den Freiwilligen nur Gutes.

Das FSJ ist für Jugendliche von 16 bis 26 Jahren, der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ab 16 Jahre bis ins Alter möglich. Das DRK, das unter anderem mit dem Kreiskrankenhaus St. Ingbert kooperiert, bietet auch den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) in Frankreich an.

Der Freiwilligendienst dauert in der Regel zwölf Monate und kann um ein halbes Jahr verlängert werden. Für das kommende Jahr kann das DRK über das Kreiskrankenhaus St. Ingbert 9 FSJ- und bis zu fünf BFD-Stellen anbieten. Der "Einstieg" ist aufgrund der unterschiedlichen Lebensläufe der Freiwilligen jederzeit im Jahr möglich. "Manchmal wird ein Jahr auch verkürzt, wenn ein Jugendlicher einen Ausbildungs- oder Studienplatz bekommt", so Conrad, "das ist möglich, wir wollen sie ja auch bei der weiteren Lebensplanung unterstützen." Viele Freiwillige nutzen den Freiwilligendienst wegen der Überbrückung einer gewissen Zeitspanne, wie zwischen Schule und Studium. Da sind die Anbieter und Arbeitgeber, in diesem Fall das Krankenhaus, flexibel. Die "Arbeitsstellen " sind unterschiedlicher Natur. Es gibt Jugendliche, die sich im FSJ im Rettungsdienst zu Rettungssanitätern fortbilden, im DRK-Kurhaus eingesetzt werden, aber auch diejenigen, die patientennah im Team in den Stationsalltag eingegliedert oder patientenfern in der Zentralverwaltung in der Materialwirtschaft tätig sind. Bei Vollzeit gibt es 26 Tage Urlaub. 350 Euro beträgt das Taschengeld inklusive Wohnzuschuss.

"Bei uns sind sie umfassend in den Dienst integriert, ob Feiertag oder Wochenende", so Schumacher, "schließlich wollen wir ja keine Augenwischerei."

 Margret Schumacher vom Krankenhaus (links) und Sonja Conrad vom DRK freuen sich auf die neuen Freiwilligen. Foto: Jung

Margret Schumacher vom Krankenhaus (links) und Sonja Conrad vom DRK freuen sich auf die neuen Freiwilligen. Foto: Jung

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Zum Thema:

Auf einen BlickHeute findet im Kreiskrankenhaus eine Infoveranstaltung zu den Freiwilligendiensten (FSJ, BFD, IJFD) in Kooperation mit dem DRK statt. Treffpunkt ist um 16 Uhr in der Lehrküche. Dabei sind auch zwei Jugendliche, die gerade ihr FSJ absolvieren. con

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