„Das Einmaleins braucht ihr überall“

„Das Einmaleins braucht ihr überall“

Bankenverband besuchte die Elftklässler der Albertus-Magnus-Schule in St. Ingbert und gab ihnen Tipps zur richtigen Bewerbung.

Zum achten Mal richtete der Bankenverband Saarland sein Bewerbertraining am Albertus-Magnus-Gymnasium aus. Auch wenn nicht alle Schüler Polizisten, Banker, Mechatroniker oder Mitarbeiter bei Drogeriemärkten werden, ist das Bewerbungsprocedere doch überall ähnlich und deshalb standen diese Berufsgruppen stellvertretend für andere den Schülern der elften Klassen Rede und Antwort. Man sollte sich Gedanken über seine Zukunft machen, auch wenn man den Schulabschluss noch nicht in der Tasche hat, und wenn die Entscheidung getroffen ist, eine aussagekräftige Bewerbung an den potentiellen Arbeitgeber senden, so der Tenor aller Firmen, die ins AMG gekommen waren. Nicht nur dabei wolle man mit dem Bewerbertraining Hilfe oder zumindest Denkanstösse geben. Friedrich Gusenburger, Geschäftsführer des Bankenverbandes, hat durch den früheren Schulbesuch seines Sohnes am AMG einen guten Draht zur Schule, die diese besondere Schulpatenschaft vor einigen Jahren gerne annahm. "Uns ist es wichtig, dass Sie heute einen Mehrwert mitnehmen", so Gusenburger, "wir wollen keine Bankenempfehlung geben, sondern sehen uns als Verband in der sozialpolitischen Verantwortung."

Für die Globus-Warenhauskette war Personalleiterin Birgit Gerber-Schmidt aus Güdingen nach St. Ingbert gekommen. Sie ist dort für die Auswahl der Azubis zuständig. Sie stellte das Unternehmen vor und versetzte die 16 Schüler ihrer Bewerber-Gruppe in ihre eigene Lage. "Ihr habt jetzt den undankbaren Job, sechs aus 95 Bewerbern auszusuchen", sagte sie, "ihr habt also einen Riesenstapel Papier da liegen und wisst von den jungen Leuten nicht mehr, als dort drin steht." Was den Unterschied der Bewerbungen ausmacht und wie man aus einem anonymen Berg von Zusendungen heraussticht, dies versuchte die Globus-Mitarbeiterin zu vermitteln. In wenigen Stunden bekamen die Gymnasiasten einen Eindruck davon, wie man sich bei einem künftigen Arbeitgeber anpreisen und interessant machen kann. Vor allem wurde herausgestellt, wie wichtig Kommunikation, aber auch Mathematik, für die weitere Entwicklung sind. "Auch wenn ihr nicht in den Handel wollt, nehmt ihr das bitte von heute mit. Dreisatz, Prozent- und Umsatzrechnung und natürlich das Einmaleins braucht ihr immer und überall. Wenn ihr das nicht könnt, nutzt euch auch das Abitur nichts", sagte die Personalleiterin, die auch die Schritte des Auswahlverfahrens auf dem Weg zum zur Handelskette passenden Azubi aufzeigte und die Stufen der Karriereleiter. Es sei schwierig, die richtigen Azubis zu finden, erzählte sie. Die Hälfte der Zuhörer hatte noch keine Ahnung, in welche Richtung Studium oder Lehre gehen sollen.Und was nehmen die Schüler vom Bewerbertraining an Infos mit? "Ich werde die alten Mathesachen wiederholen", sagt Lisa. Und Annalena hat nun eine Vorstellung, wie die Bewerbermappe aussehen kann.