Auf die Stammhändler war wieder Verlass

Auf die Stammhändler war wieder Verlass

Trotz Konkurrenz in der Nachbarschaft bot der Lichtmessmarkt gestern 40 Stände in St. Ingbert.

() Gestern war Lichtmessmarkt in der Fußgängerzone. In Neunkirchen fand eine Parallelveranstaltung statt, weshalb der Handelsverband der Marktkaufleute im Dezember um Verlegung des St. Ingberter Marktes ersucht hatte. Die Bitte kam zu kurzfristig, um in der Mittelstadt noch schnell reagieren zu können. Aber wie der Marktmeister sagte, war der Markt mit mehr als 40 Ständen gut bestückt. "Drei bis vier tragende Händler haben gefehlt, dafür kamen andere hinzu", so Alfred Hauck, "manche Anbieter haben nun in beiden Städten einen Stand."

Trotzdem trage man sich bei der Stadtverwaltung mit dem Gedanken, diesen ersten Markt im Jahreslauf zu verschieben. Traditionell ist diese Veranstaltung anlässlich Mariä Lichtmess am 2. Februar eine der schwächer frequentierten. Stammhändler kommen sehr gern nach St. Ingbert, so wie Helmut, der schon seit 50 Jahren Krimskrams anbietet, wie er sagt, und in St. Ingbert mit seinem Süßwarenstand vertreten war. Nebenan gab es dagegen ein neues Gesicht im St. Ingberter Marktgeschehen. Eine Völklingerin bot zum Teil aus Filz selbstgenähte Dokumenten- und Utensilienhüllen, Knuddeltücher sowie Mützen und noch einiges mehr rund ums Baby an. "Ich bin vor drei Jahren selbst Oma geworden und habe gesehen, was es so alles für Kleinkinder gibt. Da habe ich angefangen zu nähen. Früher habe ich Trödelmärkte besucht, nun bin ich selbst als Anbieter dabei. Nun war ich zwei Monate daheim und da ist man froh, wenn man wieder mal unter Leute kommt ", sagt sie, die ihr Sortiment erstmals am St. Ingberter Weihnachtsmarkt angeboten hatte und sehr zufrieden war. Trotz des trockenen Wetters kamen nicht so viele Kunden wie erhofft. Ein ursprünglich aus Indien stammender Textilverkäufer macht das an der fehlenden Werbung fest. Woanders würde man mit Plakaten für solch einen Markt werben. Das vermisse er in der Mittelstadt.