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Mandelbachtal: Lüftungssystem in der Schule setzt neue Maßstäbe

Eine große Erleichterung für Lehrer und Schüler in Mandelbachtal : Dieses Lüftungssystem in der Schule setzt neue Maßstäbe

Tauglich gegen Hitze und auch gegen Infektionskeime: In Ormesheim ist die Gemeinde Mandelbach technisch auf dem modernsten Stand.

Die Schülerinnen und Schüler der Anfangsklassen haben jetzt tolles Raumklima. In der Theo-Carlen-Schule in Mandelbachtal-Ormesheim wurde eine neue Lüftungsanlage eingebaut, die perfekt in die Zeit passt. Und nicht nur das. Sie sorgt auch im Sommer für ein gutes Raumklima. Gekostet hat sie der Gemeinde dank eines Sonderprogramms aus dem Umweltministerium nur recht wenig. Der Nutzen in der aktuellen Situation: Bei offenem Fenster zu frieren und sich dabei auf den Unterricht konzentrieren zu müssen, gehört für Schüler und Lehrer nun der Vergangenheit an.

Aber alles der Reihe nach. Seit Jahren stöhnen Kinder und Lehrer in der oberen Etage der Theo-Carlen-Schule. Nach Süden gehen die großen Fenster der Klassensäle, und die sommerliche Hitze dringt gnadenlos selbst durch Jalousien und durch das Dach. Bürgermeisterin Maria Vermeulen suchte nach Lösungen. Gemeinsam mit Petra Schößer-Werner, ihrer Bauamtsleiterin, fand sie ein Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Aus Restmitteln des Programms der Dorfentwicklung 2020 stand Geld bereit, das für Sanierung- und Modernisierung von Schulen verwendet werden konnte. Schnell reagierte die Gemeinde Mandelbachtal, die Lüftung der Ormesheimer Klassensäle wurde zur Förderung beantragt. Trotz der kurz gesetzten Fristen gelang es der Verwaltung, das Projekt „vergabekonform“ auszuschreiben. Bis Ende Februar muss die Schlussabrechnung bereits vorliegen. Dafür erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 90 Prozent der Baukosten, bei 105 000 Euro eine ordentliche Ersparnis für die Kommune.

Ziel der Verwaltung ist es, das Raumklima in der Theo-Carlen-Schule wesentlich zu verbessern. Die verwendete Lüftungstechnik bietet darüber hinaus sogar eine deutliche Reduzierung des Gefahrenpotenzials aus der Übertragung von Viren, auch des Sars-CoV-2-Virus. Die eingebaute Lüftungstechnik filtriert die angesaugten Luftmassen. Staub, Pollen, organische Stoffe werden zuverlässig aufgefangen. Die Raumluft wird gesünder, und nicht nur Allergiker können aufatmen.

Die Lüftungsanlage regelt sich über den Kohlendioxyd-Gehalt der Luft. Während des Unterrichts arbeitet sie dabei mit der kleinsten Lüfterleistung, die dazu notwendig ist. Steigt der Gehalt an Kohlendioxyd, regelt die Anlage nach und erhöht die Luftleistung. In den Pausen und in unterrichtsfreien Zeiten arbeitet die Anlage mit hoher Luftleistung. Damit ist ein optimaler Luftaustausch in den Klassensälen gewährleistet. Im Sommer sehr interessant: Nachts saugt die Anlage die kühle Außenluft an, um die Innenräume herunter zu kühlen. Sobald die Außentemperatur kühler ist als die Raumluft, schaltet sich die Lüftung ein. Sie arbeitet auch schon eine Zeitlang vor Unterrichtsbeginn. Damit sorgt sie für frische Luft im Klassensaal.

Die Ingenieurleistungen für die Maßnahme wurden bei der Firma SHT Haustechnik in Losheim erbracht, die Lieferung und Montage der Anlage übernahm die Firma Eugen Pfeifer aus Blieskastel, die Umrüstung der Fensterelemente zur Installation des Abluftsystems nahm die Firma Jörg Lugenbiel aus Gersheim vor.