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Neue Veranstaltung an der Gustavsburg in Jägersburg erfolgreich

Ostermarkt : An der Gustavsburg war schon Ostern

21 Aussteller kamen zum ersten Ostermarkt nach Jägersburg. Die Resonanz in der Bevölkerung war sehr gut.

Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Diese Binsenweisheit galt am Wochenende auch für die Premiere des neuen Jägersburger Ostermarktes. Der Dreiklang dabei war: bestes Wetter, eine feines Angebot und viel Besucherzuspruch. Es gab aber auch ein Erfolgs-Trio, das man mit Namen fassen konnte: Annette Heist, Claudia Groß und Jürgen Schäfer. Zeichneten Heist und Groß für die Idee und die inhaltlich Ausgestaltung des Marktes verantwortlich, war es an Ortsvorsteher Jürgen Schäfer und dem Jägersburger Ortsrat, zum einen als Veranstalter Flagge zu zeigen, zum anderen für die komplette Organisation und Rechtssicherheit der Veranstaltung zu sorgen.

Was gab es nun zu erleben? Insgesamt hatten sich 21 Aussteller zur Ostermarkt-Premiere eingefunden. Das Angebot orientierte sich dabei vor allem am Thema „Kunsthandwerk“ – und das in vielen Formen, Farben und Facetten. Angesichts des sichtbar großen Erfolgs der Ostermarkt-Premiere traf unsere Zeitung am Sonntagnachmittag folgerichtig auf eine bestens gelauntes Veranstalter-Trio inmitten der wunderbaren Ambientes der Gustavsburg. Groß und Heist, beide am Wochenende selbst unter der 21 Austellern, hatten schon früh im vergangenen Jahr, als alle Zeichen für die neue Jägersburger Attraktion auf Grün standen, sich aufgemacht, ein ansprechendes Portfilio für den Ostermarkt zu aquirieren – bei eigenen Besuchen auf Märkten in der Region.

„Wir sind wirklich sehr zufrieden. Was den Zuspruch der Gäste angeht, sind wir total überrascht“, gestand Claudia Groß ein. „Am Samstag war so ein Betrieb, das war richtig toll. Obwohl der Sonntag eigentlich bei einem solchen Markt der stärkere Tag ist. Aber auch jetzt ist wieder viel los, das wird richtig gut angenommen.“

Für Jürgen Schäfer ist vor allem das Ambiente der Gustavsburg ein gewichtiges Pfund, mit dem man bei Veranstaltungen wuchern kann, „das gibt es so in keinem anderen Homburger Stadtteil. Vielleicht noch im Römermuseum in Schwarzenacker“. Zudem, so Schäfer zum augenscheinlichen Erfolg des Wochenendes, hätten Annette Heist und Claudia Groß beim Angebot der Aussteller auf ein hohes Niveau geachtet. „Wir wollen keinen Ramschmarkt. Und wir mussten zahlreiche Bewerbungen ablehnen.“ Aufwendig sei auch das Genehmigungsverfahren für den Markt gewesen – hier dankte Schäfer ausdrücklich der Homburger Verwaltung für deren Einsatz. „Man muss heute einfach darauf achten, dass man einen solchen Markt rechtlich auf absolut sichere Beine stellt.“

Vor dem Hintergrund des großen Erfolgs machten Groß und Heist klar, dass es aus ihrer Sicht natürlich im kommenden Jahr eine zweite Auflage des Jägersburger Ostermarktes geben solle – sofern nicht politische Veränderungen im Ortsrat nach der Wahl im Mai dies verhinderten. Jürgen Schäfer: „Wenn im nächsten Jahr ein anderer der Ortsvorsteher von Jägersburg ist und der sagt ‚das ist mir zuviel Arbeit‘, dann ist das Thema natürlich erledigt.“

Sollte der Ostermarkt aber auch im kommenden Jahr wieder stattfinden, dann solle er auf jeden Fall in Sachen Ausstellerzahl größer werden, versicherten Groß und Heist. „Ich möchte gerne den Außenbereich zubauen. Es gab schon viele Anfragen von interessierten Ausstellern“, so Annette Heist. Dabei gehe es aber auf jeden Fall, wie schon in diesem Jahr, vor allem um die Qualität der ausgestellten Waren. Das Ziel sei eine Steigerung der Ausstellerzahl von jetzt 21 auf dann 30. „Zu groß möchten wir ihn ja nicht machen. Man muss ein Grenze ziehen. Und 30 ist da eine gute Zahl“, war sich Claudia Groß sicher. Auch werde man schauen, dass man im Angebot auch Abwechslung biete.

Über was sich der Ortsrat als Veranstalter, sollte es eine zweite Auflage des Jägersburger Ostermarktes geben, dann allerdings ernsthafte Gedanken machen muss, dass ist die Verkehrssituation entlang der Schlossstraße und Höcher Straße in Höhe der Gustavsburg. Hier waren die Zustände am Sonntagnachmittag schlicht chaotisch, ohne Wahrnehmung des geltenden, absoluten Halteverbots wurde dieser Bereich beidseitig komplett zugeparkt, ein gegenläufiger Verkehr war phasenweise überhaupt nicht mehr möglich. Und hier wird dann der Segen einer erfolgreichen Frühlingsveranstaltung zum Fluch und wirft die Frage auf, wie man in Zukunft und mit dem vorhandenen Parkplatzangebot solchen Besucherströmen Herr werden will.