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Müll bei "Saarland Picobello" im Biotop in Beeden aufgesammelt

Saarland Picobello : Mit Müllsäcken durchs Beeder Biotop

An vielen Stellen in der Region waren am zwei Tagen die Müllsammler im Rahmen der Aktion „Saarland Picobello“ unterwegs. Und überall füllten sich die Müllsäcke rasch. Im Beeder Biotop wurde sogar ein Stuhl entdeckt.

Gemeinhin ist das Beeder Biotop ja bekannt für friedliche Natur, viel Wasser und zahlreiche Tierarten. Idyllisch grasen Heckrinder und Wasserbüffel an der Blies und auf dem See drehen momentan Schwäne ihre Runde. Doch eines stört dieses Bilderbuchpanorama mitunter: Müll, der an den Wegen liegt und manchem Besucher negativ auffällt. Da kam die Picobello-Aktion gerade recht: Im ganzen Saarland waren freiwillige Helfer unterwegs, um den öffentlichen Raum von Müll zu säubern.

In Beeden hatten sich bei wunderschönem Frühlingswetter am Samstag rund 25 Freiwillige zusammengefunden, um das Biotop und die zwei oberhalb liegenden Sportplätze  herauszuputzen. Mit Müllsäcken und Handschuhen bewaffnet machten sich Jung und Alt auf den Weg. Dass sich die Aktion im Biotop besonders lohnt, unterstrich Karl-Theo Dzieia, der den Putztag koordiniert. „Im Biotop haben wir gleich zwei Probleme bezüglich des Mülls: einmal werfen manche ihren Abfall achtlos in die Landschaft. Dazu kommt aber auch noch der Unrat, der durch Überschwemmungen der Blies hier abgelagert wird.“ Darum sei hier die Aktion besonders nötig. „Wir bekommen schon die eine oder andere Beschwerde von Besuchern, da der Müll auffällig sein kann.“ Dieser Befund bestätigte sich bei der Durchsicht der Gegenstände, die die Putzaktion zu Tage förderte. Neben dem unvermeidlichen Papiermüll gab es auch Gegenstände wie beispielsweise ein Stuhl. Dazu kommt allerhand Kurioses, wie ein kleines Büchlein mit dem Protoevangelium des Jakobus.

„Vor ein paar Jahren haben wir sogar den geklauten Tresor der Ganztagsschule am Hang gefunden“, erzählt Dzieia mit einem Lachen.Gerade besagter Hang zum Biotop hin stelle ein großes Problem dar, da er durch die dortigen Hecken schwer zugänglich sei. „Da wird schon allerhand versteckt.“ Da benötigt es viel Fleiß und Enthusiasmus, um am Ball zu bleiben. Den bringen aber alle Teilnehmer spürbar mit. Der Picobello-Tag wird in Beeden offensichtlich nicht nur mit Arbeit in Verbindung gebracht, sondern genauso mit Spaß. Gerade die Kinder, die ungefähr die Hälfte der Teilnehmer ausmachten, waren mit Eifer bei der Sache. Kein Wunder, schließlich gab es Spannendes zu entdecken, und das Wetter war geradezu perfekt, um in der Natur unterwegs zu sein. Skeptisch beäugt von den Wasserbüffeln wurden die Müllsäcke nach und nach gefüllt. „Es macht einfach Spaß, draußen unterwegs zu sein und etwas für die Umwelt zu tun“, sagte etwa die 13-jährige Leonie. „Gerade bei den Tieren gibt es viel Müll, der da einfach nicht hingehört.“ Mit dem Biotop war die Arbeit aber noch lange nicht getan. Im Anschluss wurden auch die Sportplätze auf Vordermann gebracht. Im Großen und Ganzen sei der Müll im Dorf aber kein so großes Problem, so Organisator Dzieia. „Es gibt zwar auch im Ort selbst etwas Abfall in der Öffentlichkeit, das hält sich aber in Grenzen.“ Zumindest für eine gewisse Zeit sollte diese Lagebeschreibung auch für das Biotop zutreffen, das nach viel Arbeit nun wieder allein durch die schöne Natur hervorsticht.