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Jens Motsch unterstützt als Ehrenamtlicher den Katastrophenschutzstab des Saarpfalz-Kreises

Experte für alle Wetterlagen : Jens Motsch hat das Unwetter im Blick

Der Homburger Feuerwehrmann unterstützt ehrenamtlich den Katastrophenschutzstab des Saarpfalz-Kreises.

Landrat Theophil Gallo hat im Rahmen der jüngsten Kreistagssitzung Jens Motsch offiziell zum ehrenamtlichen Fachberater für Wetterlagen im Bereich Brand- und Katastrophenschutz des Saarpfalz-Kreises bestellt.

„Sie sind eine Bereicherung für den Katastrophenschutzstab, wenngleich ich mir wünsche, dass wir Sie nicht allzu oft zu Gesicht bekommen“, erwog der Landrat bei der Übergabe der Bestellungsurkunde und dankte Jens Motsch für dessen Bereitschaft, sich ehrenamtlich einzubringen. Das erste Aufeinandertreffen der beiden in diesem Kontext liegt ein paar Monate zurück, als Jens Motsch bereits im Katastrophenschutzstab mitwirkte, der zum damaligen Zeitpunkt wegen des Orkans Sabine in Alarmbereitschaft versetzt worden war.

Es ist das erste Mal, dass der Saarpfalz-Kreis einen Fachberater für Wetterlagen engagiert, der bei der Ausbildung im Bereich Brand- und Katastrophenschutz mitarbeiten und bei Maßnahmen zur Gefahrenabwehr fachlich beraten und unterstützen soll.

Jens Motsch bringt die dafür nötige Kompetenz und Expertise mit. Der ehemalige Kreisjugendfeuerwehrbeauftragte gehört der Freiwilligen Feuerwehr Homburg an, und er ist Leiter des Fachausschusses Umwelt – Einsatz – Technik des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Saarland. Nicht zuletzt veröffentlichte er im vergangenen Jahr das Fachbuch „Meteorologie für die Feuerwehr – die Auswirkungen des Klimawandels auf das Einsatzgeschehen“, das im Buchhandel erhältlich ist.

Darin gibt der Autodidakt neben Hinweisen zur Vorbereitung auf Extrem- und Unwetterlagen auch Schulungsunterlagen an die Hand, wie Wetterwarnungen gelesen und in der Praxis interpretiert werden können.

„Die Unterstützung durch Jens Motsch ist für den Katastrophenschutzstab sehr wertvoll. Das hat sich beim Unwetterereignis um Orkan Sabine bewahrheitet. Seither stellt er uns unabhängig von konkreten Warnmeldungen regelmäßig Daten zur Wetterentwicklung respektive Analyse- und Prognosekarten zur Verfügung, die beispielsweise auch über die Trockenheit des Bodens Auskunft geben“, führte Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner aus.

Die Bestellung des Fachberaters für Wetterlagen endet mit Ablauf der Amtszeit des Kreisbrandinspekteurs am 31. August 2024.

Meteorologische Fachberater gibt es in einigen Landkreisen in Deutschland, vor allem in Gebieten, die regelmäßig von Hochwasser heimgesucht werden. Hier ist es wichtig, dass jemand einerseits die allgemeine Wetterlage im Blick hat, aber auch die speziellen Auswirkungen für seinen Kreis beurteilen kann. Nachdem es im Saarland wegen verschiedener Unwetter auch im vergangenen Jahr zu größeren Schäden kam, ist es immer gut, wenn man einen Experten hat, der die Lage genau im Auge behält und den direkten Draht zum Katastrophenschutz hat.