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Grüne Bexbach fordern die Entfernung von Schotter aus den Pflanzinseln

Umweltschutz : Kein Schotter mehr in Pflanzinseln 

Grünen fordern in Zeiten des Klimawandels ein umweltgerechteres Vorgehen im Stadtgebiet Bexbach.

Vor einigen Jahren wurden die Pflanzinseln im Stadtgebiet Bexbach mit Schotter verfüllt. Zwischenzeitlich hat sich herausgestellt, dass diese Schottereinlagen kontraproduktiv seien. „Sie bringen vielmehr keine Pflegeerleichterung und schaden der Umwelt“, schreibt Angelika Pfaff in einer Pressemitteilung der Bexbacher Grünen-Stadtratsfraktion. „Durch den fortschreitenden Klimawandel und die Versiegelung von Grünflächen finden heimische Insekten immer weniger Lebensraum. Durch die Versiegelung erwärmen sich die Innenstädte immer mehr“, heißt es seitens der Umweltpartei. Dieser Trend müsse gestoppt und umgedreht werden. Die Bäume in den zugeschotterten Pflanzinseln litten in den immer heißer werdenden, trockenen Sommern, da die Steine die Wärme speicherten und die Wärme in der Nacht abgäben, wodurch sich die Umgebung nicht abkühle und kaum Feuchtigkeit in den Boden eindringen könne. An vielen Bäumen sei bereits die Rinde aufgeplatzt und Pilzbefall mache sich breit. Die Stadt müsse hier als Vorbild für die Bürger und Bürgerinnen tätig werden, heißt es weiter, da auch immer mehr Vorgärten mit Schotter befüllt würden, beziehungsweise schon befüllt seien. „Wir möchten in einer grünen Stadt leben, so wie es schon bei der Wahl der Farben für das neue Stadtwappen verkündet wurde. Aus diesen Gründen beantragen die Grünen, dass die Schotterbefüllung aus den Pflanzinseln im gesamten Stadtgebiet entfernt und durch insektenfreundliche Bepflanzung ersetzt wird.“

Die Umweltpartei fordert zudem die Bürger und Bürgerinnen dazu auf, Eigeninitiative zu zeigen, indem sie sich bei der Stadt melden, um etwa eine Patenschaft für Pflanzinseln vor den eigenen Häusern zu übernehmen. Nur mit den Bürgern zusammen könne es gelingen, „unsere Stadt weiter zu verschönern, zu begrünen und so dem Klimawandel auch in kleinen Schritten entgegenzutreten“, heißt es abschließend.