Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Peppenkum-Utweiler

Peppenkum-Utweiler : Pfingstmontag sind wieder alle an Bord

Die Feuerwehr Peppenkum-Utweiler ist gut aufgestellt. Nicht nur bei Einsätzen, auch bei Veranstaltungen ist man stets präsent.

Sechs Einsätze, überdurchschnittlicher Übungsbesuch, erfolgreiche Zugübungen mit den Nachbarwehren aus Medelsheim und Seyweiler kennzeichnen die Zeit der letzten Monate der Freiwilligen Feuerwehr Peppenkum-Utweiler. Löschbezirksführer Ralf Weinmann erinnerte dabei an die Einsätze beim Starkregenereignis und an den Brand einer Thuja-Hecke, als durch den gemeinsam mit Medelsheimer Kameraden durchgeführte Schnellangriff das Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindert werden konnte. Der Feuerwehrchef bedankte sich beim Ortsrat für die Beschaffung von 1000 Sandsäcken. Die Wasserbekämpfung werde durch den Kauf eines Nass-Saugers verbessert. Zudem sei ein Defibrillator angeschafft worden, zu dessen Nutzung und Handhabung noch Schulungen und Unterweisungen stattfinden werden. Im gesellschaftlich-dörflichen Geschehen habe man auch Akzente gesetzt. So sei auch wieder der Bruder-Konrad-Ritt, ein Ereignis, das weit über die Grenzen hinaus ausstrahlt, erfolgreich durchgeführt worden. Zudem habe man bei der LVM Saarland Trofeo an zwei Renntagen die Streckensicherung übernommen. Die Feuerwehr, so Weinmann, habe auch die Kirwe mit dem Schlachtfest geprägt. Auch beim traditionellen Martinszug in Medelsheim sei man mit von der Partie gewesen. Jugendbeauftragter Manuel Schnöder sprach von 22 Übungen, die die Kinder und Jugendlichen absolviert hätten.

Auch habe man eine Übung gemeinsam mit der Brenschelbacher Nachwuchswehr absolviert und am Berufsfeuerwehrtag der Medelsheimer Jugendwehr wie auch an der Sternwanderung aller Gersheimer Jugendwehren mitgemacht. 1230 Euro habe er der Elterninitiative krebskranker Kinder in Homburg überreicht, so Schnöder. Die Summe sei durch die Tannenbaumsammelaktion Anfang des Jahres sowie der Unterstützung weiterer Spender zustande gekommen. Schriftführer Gilbert Zäh sprach davon, dass die Wehr 38 Angehörige, davon sechs aus Utweiler besitze. Bürgermeister Alexander Rubeck sprach von der „Trendwende“ in der Entwicklung der Gemeindefinanzen, die „mehr Luft bei Investitionen“ bedeute. Mit ihren 14 Mitgliedern sei die Jugendfeuerwehr hinter Rubenheim die zweitstärkste der Gemeinde. Das Gemeindeoberhaupt riet dazu, die Jugendarbeit nicht zu vernachlässigen. Kreisbrandmeister Thomas Hauck schlug in dieselbe Kerbe, sprach von einer „tollen Jugendarbeit“, die die Grundlage für den Bestand der Wehr insgesamt sei. Er kündigte an, dass die verschlüsselte digitale Alarmierung der Wehren bald abgeschlossen sei. Marco Fuchs, stellvertretender Wehrführer, erläuterte, dass in Gersheim ein Hilfe- und Löschfahrzeug (HLF) angeschafft werde, damit die Schlagkraft der Wehr erhöht werde. Wehrführer Stefan Lugenbiel ergänzte, dass auch in die Ausrüstung der Atemschutzgeräteträger investiert werde, was bei einem Finanzbedarf von rund 1000 Euro pro Einheit eine nicht zu unterschätzende Größe bedeute. Er reklamierte für die Bickenalb, ähnlich wie bei der Blies für ein Frühwarnsystem, das Hochwasser rechtzeitig ankündigen könne. Er freute sich auch darüber, dass trotz knapper Kassen, die Gemeinde die Wehren in allen Orten unterstütze.

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