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Fachbehörden sollen prüfen
Utopion-Gelände: Nabu will größeres Schutzgebiet

Bexbach. () In die Debatte um das Utopion-Gelände in Bexbach hat sich der städtische Naturschutzbund (Nabu) eingeschaltet. Er empfiehlt, den bestehenden Bebauungsplan wie zuletzt im Stadtrat vorgesehen, aufzuheben, und das dortige Landschaftsschutzgebiet auf das komplette Gelände des ehemaligen Standortübungsplatzes auszudehnen. Von Eric Kolling

Er bezieht sich dabei auf Anregungen aus der letzten ökologischen Studie über die Flora und Fauna von Standortübungsplätzen im Saarland, das im Dezember 1997 im Auftrug des Nabu Saarland von Markus Austgen erstellt worden war und die Situation auf dem Bexbacher Gelände mit erfasste.


Der Nabu fordert daher eine „erneute ökologische Bewertung des Geländes durch die entsprechende Fachbehörde“, ehe es zu einer Genehmigung von baulichen Maßnahmen kommen könne. „Schon damals beheimatete das Gelände auf der Roten Liste stehende Arten, wie z.B. den Schwarzspecht, die Hohltaube, den Grau- und Kleinspecht, den Pirol, den Neuntöter und weitere“, heißt es. Ferner seien auch seltene und ebenfalls auf der Roten Liste stehende Pflanzen, wie die Gelbe Schwertlilie, die Sumpfdotterblume und die Sumpf-Segge auf dem Gelände beheimatet. Die Naturschützer erinnern, dass gegen bestehenden Verordnungen des Landschaftsschutzgebietes mehrfach verstoßen worden seien, etwa bei den „Tough-Run’s“, bei denen laut Nabu „hunderte Menschen durch den sensiblen Bereich der Feilbachaue ‚getrampelt‘ sind.“

Derzeit scheint der Weg der Stadt aber ein anderer zu sein. Wie berichtet soll nach einem Runden Tisch mit Fachbehörden und Geländepächter Gregor Hoch am 12. April jetzt ein Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan durch den Stadtrat getroffen und dann Hochs letzter B-Plan-Entwurf geprüft werden. Hoch plant dort unter anderem, ein Tavernen-ähnliches Gebäude und sechs bis zehn Hobbit-Höhlen zu errichten.