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Jubiläum
Ein Vermittler für die Unternehmen

 Auf 20 Jahre Wirtschaftsfördergesellschaft wurde im Saarpfalz-Park Bexbach zurückgeblickt.
Auf 20 Jahre Wirtschaftsfördergesellschaft wurde im Saarpfalz-Park Bexbach zurückgeblickt. FOTO: Bill Titze
Bexbach. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz (WFG) gibt es seit nunmehr 20 Jahren im Saarpfalz-Park Bexbach. Von Bill Titze

Als Anlaufstelle für Unternehmer und Existenzgründer leistet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz (WFG) bei Fragen rund um den Unternehmensalltag Unterstützung. Und das nun bereits seit 20 Jahren. Grund genug, anlässlich des Jubiläums im Rahmen einer Pressekonferenz Bilanz zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.


Doch was macht eigentlich eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft ganz konkret? „In erster Linie nehmen wir eine Mittlerrolle ein. Dabei versuchen wir, Unternehmen bei der Suche nach Gewerbeflächen zu unterstützen, bei der Ansiedlung zu beraten und Kontakte herzustellen“, erläuterte WFG-Geschäftsführerin Doris Gaa, die das Amt bereits von Beginn an ausführt, die Aufgaben. Angefangen hat alles mit der Umwandlung der Kaserne in Bexbach zum Gewerbegebiet Saarpfalz-Park, mit der im Jahr 1998 begonnen wurde. Die WFG richtete zunächst in Gebäuden der Kaserne ein provisorisches Gründerzentrum ein. Für Gaa ein logischer Schritt, denn „als Wirtschaftsförderung sollte man schließlich da sein, wo es brennt“.

Dazu muss man wissen, dass die WFG von der Saarpfalz-Park Bexbach GmbH den sogenannten Geschäftsbesorgungsauftrag erhielt, da diese über kein eigenes Personal verfügt. Somit ist die Entwicklung des Saarpfalz-Parks eng mit der Tätigkeit der WFG verbunden. Der Erfolg des Parks, der sich zu einem Gewerbegebiet mit mehr als 100 Firmen und 1100 Mitarbeitern entwickelt hat, ist vor diesem Hintergrund auch ein Beleg für die gute Arbeit, die bei der WFG geleistet wird. In diesem Zusammenhang ist es der Geschäftsführung jedoch wichtig, zu unterstreichen, dass „wir eben nicht nur im Saarpfalz-Park tätig sind, sondern sich unsere Arbeit auf den gesamten Saarpfalz-Kreis erstreckt“. So habe man viele verschiedene Projekte angestoßen und umgesetzt. Beispielsweise die Umstrukturierung des alten Kreiskrankenhauses in St. Ingbert oder die Arbeiten für das Aquis-Gebäude in Kirkel.



So viel zum Geleisteten in der Vergangenheit. Aber wie sieht es mit der zukünftigen Entwicklung der WFG aus? „Momentan ist wirklich alles in Bewegung“, wies Landrat und Aufsichtsratsmitglied Theophil Gallo, der den Werdegang der WFG seit vielen Jahren begleitet, auf die Umbrüche im Arbeitsmarkt hin. „Die Digitalisierung und der demographische Aderlass sind die zwei großen Herausforderungen, mit denen sich auch die Wirtschaftsförderung befassen muss.“ So behandeln die künftigen Themenschwerpunkte, die bei der Pressekonferenz vorgestellt wurden, vor allem diese Entwicklungen. Da geht es folglich um technische Infrastruktur genauso, wie um die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften. In diesem Zusammenhang gehe es vor allem auch um die Attraktivität des Standortes Saarpfalz-Kreis, wie Gaa unterstreicht.

„Das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter besitzt natürlich eine hohe Bedeutung und bei diesem Thema wollen wir dementsprechend den Unternehmen zur Seite stehen.“ Eine Herausforderung für die WFG Saarpfalz werde in den nächsten Jahren vor allem auch die Erschließung von Flächen, denn „diese sind endlich“. Alles in allem also arbeitsame Aussichten für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft oder wie es Geschäftsführerin Gaa ausdrückte: „In den nächsten Jahren werden wir genug zu tun haben.“