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Ausbau der Rathausstraße in Bexbach soll im Oktober beendet sein

Großbaustelle in Bexbach : Meilenstein für Oktober geplant

Der Ausbau der Rathausstraße im Projekt „Aktive Stadt“ soll dann beendet werden. Es folgen noch die Arbeiten am Aloys-Nesseler-Platz.

Ende Oktober soll das größte Bauprojekt in Bexbach eine wichtige Etappe vollenden: Die Sanierung der Rathausstraße im Zuge der „Aktive Stadt“-Arbeiten geht dann zu Ende. Das ist zumindest die Hoffnung von Georg Zintel, dem Bereichsleiter Technische Dienste der Stadt Bexbach. So lange wird noch zwischen der Abzweigung Bahnhofsstraße und der Niederbexbacher Straße gearbeitet werden. Der Abschnitt wird so ausgebaut wie der bereits fertiggestellte Teil der Rathausstraße. Aktuell wird der Gehwegbelag vom Zentrumsmanagement, dem grünen Haus, in dem Stadtmanagerin Dorothee Pirrung ihr Büro hat, in Richtung Bahnhofstraße verlegt. Zurzeit wird auch  an der Bushaltestelle vor dem Eiscafé gearbeitet. Am Montagmorgen hatte Bürgermeister Thomas Leis zu einem Pressetermin an die Ausfahrt zum Parkplatz Grüne Lunge in die Rathausstraße eingeladen, weil die Ausfahrt aus dem Parkplatz nun für den Verkehr Richtung Rathausstraße wieder freigegeben wurde. Die Arbeiten vor der Apotheke, am Zugang zur Grünen Lunge, sowie der Funz‘l seien fertiggestellt worden – so der aktuelle Stand. Die neue Nutzung dieser Gaststätte stehe kurz bevor.

Ungefähr ab Anfang Juni soll die Rathausstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der zweite große Bauabschnitt, so bezeichne man das laut Zintel intern, reiche von der Johannes-Bossung- bis zur Niederbexbacher Straße. Dazu gelte es noch, einen Parkplatz neben der Volksbank anzulegen.

Nach dem Abschluss sei die Strecke vom Rathaus bis zum Bahnhof komplett barrierefrei, sagt Bürgermeister Thomas Leis freudig. Er betont: „Früher haben die Gläser im Schrank gewackelt, wenn die Autos vorbeigefahren sind. Wir haben da mutig eine Einbahnstraße geschaffen, das wird ein Erfolg.“ Bürgermeister im Saarland sähen Bexbach als Vorbild an.

Der Apotheker Andreas Kugler, Chef des Gewerbevereins, lobt laut Leis die Maßnahmen. Man schaffe „eine Attraktion, die diesen Namen verdient hat“, findet Leis. Es sei auch nicht richtig, dass Geschäftsinhaber wegen der Baustelle ihre Zelte abgebrochen hätten, kontert er entsprechende Kritik. Im Gegenteil seien sogar zwei dazubekommen, ein Döner-Laden und ein Café. Auch vor den Maßnahmen habe man Aufgaben verzeichnet – was mit der Anlass für die Aktive-Stadt-Aktion gewesen sei. Eine Apotheke habe alters- und gesundheitsbedingt geschlossen, ein Friseurladen gegen den Willen des Inhabers nach Differenzen mit dem Vermieter umziehen müssen. Infolge des Ausbaus der Bahnhofstraße hätten bereits Geschäfte wieder aufgemacht. Man wisse, so Leis, dass sich Geschäftsleute in Position brächten, Eigentümerwechsel zum Abschluss der Bauarbeiten etwa in der Rathausstraße anstünden, Neubauten geplant seien. Daher ist er zuversichtlich, dass die „Aktive Stadt“ bald ihren vollen Erfolg entfaltet.

Außer einer höheren Attraktivität und Aufenthaltsqualität (Leis) bringe der Ausbau auch Vorteile für die Gewerbetreibenden mit sich. Nicht nur, dass mehr potenzielle Käufer leichter fußläufig zu ihnen kommen. Sie hätten laut Helmut Hary, dem Bereichsleiter Stadtentwicklung in Bexbach, durch breitere Gehwege künftig auch mehr Raum für ihre Auslage oder Außenbestuhlung vor den Geschäften und Lokalen. Inwiefern sich die neue Situation etwa auf Standgebühren auswirken könnte, sei noch unklar, so Leis. Aktuell hätten die Betroffenen günstige Sondernutzungserlaubnisse.

Auch die Renovierung beispielsweise des Hägin-Hauses, des Ex-Kaufhauses mit der ersten und einzigen Rolltreppe in Bexbach (Leis), bringe Schwung in die Stadt, erläutert Hary. Überhaupt seien mehrere Objekte im Dunstkreis der Aktive-Stadt-Zone altersgerecht umgestaltet worden oder sollen es werden. Etwa die Alte Post, die im August unter anderem Seniorenwohnungen weichen soll, oder der Bahnhof, der einen Aufzug erhielt.

 Der Ausbau in diesem Bereich Bexbachs, der Kreuzung Rathausstraße/Bahnhofsstraße sollen wohl Anfang Juni beendet sein, die Rathausstraße dann wieder geöffnet werden. Aktuell wird unter anderem noch am Belag der Gehwege gearbeitet.
Der Ausbau in diesem Bereich Bexbachs, der Kreuzung Rathausstraße/Bahnhofsstraße sollen wohl Anfang Juni beendet sein, die Rathausstraße dann wieder geöffnet werden. Aktuell wird unter anderem noch am Belag der Gehwege gearbeitet. Foto: Eric Kolling
 Helmut Hary (links), Bürgermeister Thomas Leis (Mitte) und Georg Zintel besprechen die nächsten Schritte beim „Aktive Stadt“-Ausbau.
Helmut Hary (links), Bürgermeister Thomas Leis (Mitte) und Georg Zintel besprechen die nächsten Schritte beim „Aktive Stadt“-Ausbau. Foto: Eric Kolling

Wenn die Rathausstraße fertig ist, werde der Aloys-Nesseler-Platz neu konzipiert, erklärt Hary. Man prüfe, ob man dort nach dem Höcherberghallen-Aus für die Jugend eine neue Dauerbleibe schaffen und das Bürgerbüro als Belebung unterkriegen könne. Dieses Jahr laufe die Planung für den Platz an, ein Büro sei mittendrin, ab Oktober stehe die Detailplanung an. Angedacht sei ein großes Multifunktionsgebäude. Hary: „Es besteht Zeitdruck. Wichtig ist, dass es an zentraler Stelle steht und zügig umgesetzt wird.“ Der Platz werde umgestaltet und erhalte dann den gleichen Belag wie die Fußgängerzone.