Mannlich Konzertreihe: Musik, die von Liebe und Frieden erzählt

Mannlich Konzertreihe : Musik, die von Liebe und Frieden erzählt

Für einen abwechslungsreichen Abend bei der Sommerserenade im Mannlich-Gymnasium unter dem Motto „Love and Peace“ war gesorgt, die Aula der Schule war bis auf den letzten Platz besetzt.

„Love and Peace“ war das diesjährige Motto der traditionellen Sommerserenade des Christian-von-Mannlich-Gymnasiums. Ein Thema, das von den Erwachsenen wohl nicht nur Schulleiter Wolfram Peters „an lange Abende am Lagerfeuer in der Jugend erinnerte“. Aber nicht nur die ältere Generation konnte sich bei The Beach Boys, den Beatles oder Oasis aufgehoben fühlen.

Einmal abgesehen davon, dass Songs wie „Wonderwall“ Evergreens darstellen, gab es auch viel aktuelle Musik, wie beispielsweise von Adele oder Pharell Williams zu hören. Für einen abwechslungsreichen Abend war also gesorgt und dies umso mehr, als dass die Aula der Schule bis auf den letzten Platz besetzt war. Zu einer kurzweiligen Veranstaltung trugen aber nicht nur die verschiedene Musikrichtungen bei, sondern ebenso die unterschiedliche Form der künstlerischen Darbietungen. So wurde eben nicht nur gesungen, sondern auch mit Instrumentalmusik unterhalten. Den Auftakt machte ein Streicherensemble mit dem gefühlvollen Stück „A Time for us“ von Nino Rota. Anschließend hatten die Kinder aus der fünften Klasse ihren ersten Auftritt: Mit „Down by the Sally Gardens“ sang die Klasse 5a ein irisches Volkslied, das auf dem gleichnamigen Gedicht von William Butler Yeats basiert. Während Yeats vor allem die Lyrik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte, gab es bei der Sommerserenade aber auch ein ganz aktuelles Gedicht zu hören, das einiges an Tiefgang mitbrachte.

Dabei war es jedoch keinesfalls ein Lehrer, der seine Gedichte vortrug, sondern Felipe Omlor aus der 5a, der mit dem selbstgeschriebenen Werk „Love and Peace“ die Zuhörer beeindruckte. Darin setzte er sich mit der Frage auseinander, was Frieden und Liebe eigentlich bedeuten.

Mit den nachdenklichen Worten „Liebe bedeutet, sich nicht zu bekriegen, aber bedeutet Liebe auch Frieden?“ gab Omlor auch den anwesenden Erwachsenen eine interessante Überlegung mit auf den Weg. Während das Gedicht also eher nachdenklich daherkam, waren die folgenden Lieder wieder mehr von Fröhlichkeit geprägt. Allen voran mit „Lollipop“ von Julius Dixon und Beverly Ross sorgten die drei fünften Klassen gemeinsam für gute Laune.

Gute Laune gehörte wohl mindestens genauso zur „Love and Peace“-Bewegung der 60er- und 70er- Jahre, wie die amerikanische Bürgerrechtsbewegung. Mit „We shall overcome“ wurde von der 6b eine der Hymnen dieser Bewegung vorgetragen. „Dieses Lied wurde 1963 beim Marsch nach Washington für Arbeit und Freiheit gesungen, bei dem Martin Luther King seine berühmte Rede „I have a dream“ hielt“, informierte Christina Schmitt aus der Oberstufe die Besucher über den Hintergrund des Songs. „Kings Botschaft bleibt aktuell, denn auch heute gibt es Dinge, für die wir Hoffnung und Mut brauchen, um sie zu überwinden.“ Eine echte Premiere gab es schließlich nach der rund halbstündigen Pause.

Die Musical-AG präsentierte zum ersten Mal Ausschnitte aus „Der Zauberer von Oz“, die die Zuschauer zum Lachen brachten. So gab es einen ersten Einblick in die Abenteuer von Dorothy Gale aus Kansas, die in einer Zauberwelt gefangen ist. Nach mehreren tollen Beiträgen von der Schulband wehte zum Abschluss der „Wind of Change“ von den Scorpions durch die Aula, der von den Klassen 6a und b intoniert wurde. Dafür gab es viel Applaus und am Ende herrschten in der Aula des Mannlich-Gymnasiums ohne Frage „Love and Peace“.

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