1. Saarland

Nordsaar geht nach der Pause baden

Nordsaar geht nach der Pause baden

Marpingen. Die Revanche für die klare Hinrunden-Niederlage ist nicht geglückt. Mit einer 28:40-Pleite mussten sich die Oberliga-Handballer der HSG Nordsaar am Samstag in der Marpinger Sporthalle der abstiegsgefährdeten HG Saarlouis II glatt geschlagen geben und verpassten so die Chance, den letzten Tabellenplatz zu verlassen

Marpingen. Die Revanche für die klare Hinrunden-Niederlage ist nicht geglückt. Mit einer 28:40-Pleite mussten sich die Oberliga-Handballer der HSG Nordsaar am Samstag in der Marpinger Sporthalle der abstiegsgefährdeten HG Saarlouis II glatt geschlagen geben und verpassten so die Chance, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. "Eine solche Klatsche hatten wir nicht verdient, vor allem in der ersten Halbzeit haben wir phasenweise gut gespielt", fand Trainer Dirk Werkle dennoch lobende Worte.In der Tat schien seine Mannschaft vor allem in Hälfte eins durchweg motiviert, im kleinen Saar-Derby der Reserve des Zweitligisten aus Saarlouis eine Niederlage beizubringen. Insbesondere Rückkehrer Jan Böing (neun Tore) und Björn Schwab (sechs) trafen aus dem Rückraum, zudem erspielte sich Nordsaar sehenswerte Treffer über die Außenpositionen. Diese Überlegenheit spiegelte sich auch im Ergebnis wider, bis zum Stande von 7:4 lag die HSG konstant in Führung. "Dann haben wir unerklärlicherweise wieder den Faden verloren, das Rückzugsverhalten war schlecht", ärgert sich Werkle über den Einbruch seiner Mannschaft und den 16:19-Rückstand zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel zogen die ersatzgeschwächten Gäste dann aber davon. HG-Trainer Dirk Mathis hatte seine Mannschaft taktisch klug auf die Achse Böing/Schwab vorbereitet. Das musste auch sein Gegenüber Werkle eingestehen: "In unserem Spiel hing zu viel von den Toren von Jan und Björn ab. Als sich Saarlouis immer besser auf die beiden einstellte, wuchs unser Rückstand immer mehr an." Darüber hinaus fehlten Nordsaar im Rückraum die Alternativen, um die mittlerweile sattelfeste HG-Abwehr zu überraschen. Sebastian Stoll musste krankheitsbedingt kurzfristig passen, Werkle fehlte so ein wichtiger Motor im Spiel seiner Mannschaft. Die musste am Ende zusehen, wie Saarlouis einen 40:28-Sieg und zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib feierte. Vorzuwerfen hat man sich im Lager der HSG Nordsaar jedoch nichts. Mit einer ähnlichen Moral und einem starken Jan Böing im Rückraum darf die Mannschaft hoffen, in den verbleibenden fünf Spielen doch noch einmal einen Sieg bejubeln zu dürfen. aml

Die Treffer der HSG Nordsaar: Jan Böing 9; Björn Schwab 6; Lukas Böing 5; Jens Staub 4; Jens Buchner 2; Christian Nick, Julian Molter je 1.