1. Saarland

Angehende Schreiner geben Schülern Einblick in Handwerker-Alltag

Angehende Schreiner geben Schülern Einblick in Handwerker-Alltag

Saarbrücken. David Hartmann, 23, und Mona Linnebacher, 22, brennen für ihr Handwerk, das Schreinern. "Holzarbeiten! Das Restaurieren alter Schnitzereien, den Möbeln eine Seele geben. Das ist genial", antwortet Hartmann auf die Frage nach seinem beruflichen Steckenpferd. "Möbel mit Vollholzfront bauen", ergänzt Linnebacher, das werde leider viel zu selten gemacht

Saarbrücken. David Hartmann, 23, und Mona Linnebacher, 22, brennen für ihr Handwerk, das Schreinern. "Holzarbeiten! Das Restaurieren alter Schnitzereien, den Möbeln eine Seele geben. Das ist genial", antwortet Hartmann auf die Frage nach seinem beruflichen Steckenpferd. "Möbel mit Vollholzfront bauen", ergänzt Linnebacher, das werde leider viel zu selten gemacht.Die beiden sind voll in ihrem Element — doch der Funke der Begeisterung will nicht auf alle Schüler überspringen, die sich gestern am Messestand der Aktion "Ausbildung für alle!" auf der Saarmesse in Saarbrücken versammelt haben. Der Tagesschwerpunkt ist das Schreinerhandwerk, das der Wirtschaftsverband Holz und Kunststoff gemeinsam mit der Handwerkskammer des Saarlandes vorstellt.

Manche Schüler sehen den Besuch eher als Pflichtveranstaltung. Andere hingegen, wie der 17-jährige Benjamin Franke von der Friedrich-List-Schule aus Saarbrücken, sind von der Leidenschaft angesteckt. Franke packt mit an und hilft bei der Tagesmission: Einen Tischkicker aus 40 Teilen zusammenbauen. Gemeinsam mit Hartmann, der als Geselle beim St. Ingberter Schreiner Florian Bohm gelernt hat, leimt Franke die Tischbeine. Falls es mit dem Bund nicht klappt, wolle er Schreiner werden, sagt er. "Spaß macht das auf jeden Fall." Für ihn habe sich der Besuch gelohnt.

Der Schreinerberuf eigne sich natürlich auch für Frauen, sagt Linnebacher. "Vor allem das Designen von Möbeln könnte Frauen liegen", sagt Linnebacher, Auszubildende im zweiten Lehrjahr bei der Schreinerei Manfred Johann in Theley.

Letztlich sind die Jung-Schreiner mit dem Zulauf zufrieden. "Mehrere Schüler haben sich ernsthaft informiert", sagt Hartmann. Vielleicht sieht er sie als Azubis wieder.