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Licht- und Wasserspiele auf dem Alten Markt

Licht- und Wasserspiele auf dem Alten Markt

Elversberg. Der Ortsteil Spiesen ist stolz auf seinen Gänselieselbrunnen und die Brunnenanlage vor dem Rathaus. Die Elversberger hingegen hatten Pech mit zwei Wasseranlagen. Sie fielen den Vandalen zum Opfer. Dritter Versuch soll klappenNun aber wird in Elversberg ein dritter Versuch gestartet, einen ortsbildprägenden Brunnen zu gestalten und auch zu erhalten

Elversberg. Der Ortsteil Spiesen ist stolz auf seinen Gänselieselbrunnen und die Brunnenanlage vor dem Rathaus. Die Elversberger hingegen hatten Pech mit zwei Wasseranlagen. Sie fielen den Vandalen zum Opfer.

Dritter Versuch soll klappen

Nun aber wird in Elversberg ein dritter Versuch gestartet, einen ortsbildprägenden Brunnen zu gestalten und auch zu erhalten. Der Arzt, Maler und Bildhauer Johannes Becher aus Spiesen hat inzwischen das Modell für einen begehbaren Brunnen entworfen, der am Alten Markt installiert werden soll.

Wie Ortsvorsteher Lothar Engelbreth vor den Ortsratsmitgliedern im Heimatmuseum erläuterte, ist eine Brunnenkammer seit längerer Zeit vorhanden. Auch wurde über den Standort des neuen Brunnens bereits entschieden. Jetzt werde der Brunnen realisiert. Anhand von Erläuterungen des Künstlers beschrieb Engelbreth die Brunnen-Idee von Johannes Becher.

Demnach werden vier Granitscheiben so aufgestellt, dass mehrere Durchblicke auf den Marktplatz entstehen. Feine Wasserfontänen, der Künstler spricht von "Wasservorhängen", werden zwischen den Scheiben aus dem Boden aufsteigen. Sie sollen in Verbindung mit dem Sonnenlicht reizvolle Licht- und Wasserspiele ergeben, zumal die Wasserdüsen, aus denen die Fontänen entspringen, in unregelmäßiger Reihenfolge, eher nach dem Zufallsprinzip, in den Boden eingelassen werden. Reizvoll wird die Anlage auch für spielende Kinder, die zwischen den Granitblöcken unter den Wasserspielen herumlaufen können. Der Brunnen wird beleuchtet. Auch die Relieftafeln, die an der den Markt umschließenden Stützmauer angebracht werden, werden angestrahlt.

Die Reliefs an der Stützmauer sollen die Geschichte Elversbergs widerspiegeln. Hinweise auf die Geschichte sollen das alte Forsthaus, das alte Schlafhaus als Wiege Elversbergs, der Galgenbergturm (eine Elversberger Arbeit, wenn auch auf Spieser Bann), ein Bergmann, das Elversberger Wappen, die zwei Kirchen, der Waschbrunnen, eventuell die Glückauf-Halle und die Beethoven- und Mozartschule, eingebracht werden. Schmunzelnd warb Karl Lang für die Anbringung des Symbols für den "Karlstollen".

 Arzt, Maler und Bildhauer: Johannes Becher.
Arzt, Maler und Bildhauer: Johannes Becher.

Ortsvorsteher Lothar Engelbreth lobte die moderne Brunnengestaltung von Johannes Becher. "Das ist nicht so ein Null-acht-fuffzehn-Brunnen, sondern etwas Modernes", freute sich der Ortsvorsteher.