Ein Musikstück zum Geburtstag

Zu besonderen Anlässen gönnt man sich ja gerne mal etwas. So hat das Kreisjugendorchester (KJO) Neunkirchen zu seinem zehnjährigen Bestehen eigens für sich ein Stück komponieren lassen.

. Eine Extra-Komposition: Möglich war dies nur dank zahlreicher Sponsoren und deshalb gab es für diese, aber auch für die Eltern der Jugendlichen und Musikvereinsvertreter, am Freitagabend im Ottweiler Schlosstheater ein internes Konzert.

"Unsere Flyer auf den Stühlen dürfen Sie gerne als Fächer benutzen", sagte Isabelle Paul, Vorsitzende des gastgebenden Fördervereins, mit Blick auf das etwas geplättet in den Stuhlreihen sitzende Publikum. Der Saal war durch die Außentemperaturen ordentlich aufgeheizt. Die jungen Musiker trugen es, obwohl für sie noch die Bühnenscheinwerfer hinzukamen, mit Fassung: "Das Spielen macht uns ja großen Spaß", sagte Aline Koch. Und Antonia Bähr konnte der Sache sogar etwas Positives abgewinnen: "Die Nervosität rückt völlig in den Hintergrund." Dort gehörte sie sowieso hin. Denn was die Jugendlichen ablieferten, konnte sich trotz der suboptimalen Bedingungen wie immer absolut hören lassen. Unter der musikalischen Leitung von Claudia Wälder-Jene spielte das KJO Stücke aus seiner zehnjährigen Geschichte: "Showtime" von Sven van Calster, "Rien n'a changé" von Les Poppy's und mehr. Orchestersprecherin Lena Meiser erinnerte in diesem Zusammenhang an Erfolge, die man bei den BW-Musix-Wettbewerben in Balingen erzielt hatte.

"Das nächste Stück heißt Drums A' Plenty", sagte Josef Fischer, der humorvoll durch das Programm führte, und täuschte Übersetzungsschwierigkeiten vor: "Die Schlagzeuger sind voll?" Neu im Programm war der "Rollercoaster", die Achterbahn von Otto Schwarz, bei der die Musiker immer wieder von einer Seite zur anderen "rutschten" und die Hände in die Höhe warfen. Und ein Stück durfte natürlich nicht fehlen: das persönliche Stück des KJO. "Musica Aeterna" heißt es, ist elf Minuten Abwechslung pur und stammt aus der Feder von Sven van Calster. Er hat das KJO als Dozent bei einem Seminar des Musikkreises kennengelernt und weiß offenbar, dass er ihm einiges zutrauen kann: "Es sind ein paar extrem kniffelige Passagen drin. Wenn man sich da mal verspielt oder verdirigiert, findet man nicht mehr zueinander", so Wälder-Jene. "Dann wiederum kommen Passagen, in die man unheimlich viel Spielfreude und Herz legen kann." Das Orchester könne sich mit dem Stück absolut identifizieren. Das erstmalige Spielen der "Musica Aeterna" vor Publikum war auch eine Art Generalprobe für das große Jubiläumskonzert des KJO im Oktober in der Gebläsehalle Neunkirchen.

Das Kreisjugendorchester Neunkirchen ist auch auf Facebook unterwegs.

www.kjo-neunkirchen.de