Solosängerin war eine Bereicherung

Solosängerin war eine Bereicherung

Wegen der Arbeiten in der Ostertalhalle mussten die Musikfreunde Hangard für ihr Weihnachtskonzert in die katholische Kirche ausweichen. Was dem Konzert keinen Abbruch tat: Es gab viel Beifall.

Das Weihnachtskonzert der Musikfreunde Hangard alljährlich am vierten Advent ist für den Verein und die Bevölkerung schon seit über 50 Jahren stets eine willkommene Einstimmung auf die bevorstehenden Feiertage. Das war auch am Sonntag so, allerdings an einem ungewohnten Ort. Wegen der Umbauarbeiten in der Ostertalhalle fand das Konzert erstmals in der katholischen Kirche statt.

Die zahlreichen Besucher erlebten eines der schönsten Hangarder Weihnachtskonzerte in den vergangenen Jahren und das war nicht nur der festlichen Atmosphäre in der Kirche geschuldet. Es war insbesondere die gelungene Mischung aus konzertanten Arrangements bekannter Titel, Volksweisen aus anderen Ländern und weihnachtlichen Klängen, die das Orchester unter der Leitung von Michael Christmann zusammengestellt hatte. Es gab auch eine ganz besondere Premiere, denn erstmals hatte sich der Verein bei seinem Weihnachtskonzert mit einer Solosängerin verstärkt und die junge Lisa Görlinger war mit Sicherheit eine Bereicherung für das Konzert.

Das zeigte sie bei dem Bette-Middler-Titel "The Rose" aus dem gleichnamigen Film und später noch einmal bei "Gabriellas Song" aus dem schwedischen Kinofilm "Wie im Himmel", den die junge Solistin deshalb auch in schwedischer Sprache sang. Danach gab es stehenden Applaus. Das Orchester hatte schon bei der nordirischen Volksweise "The walled City Suite" zum Auftakt seine große Harmonie angedeutet. Dabei hatte der Dirigent das Orchester erst Mitte Oktober übernommen und gerade einmal zwei Monate Zeit zum gemeinsamen Proben.

Als "ein Stück, das zu Träumereien verleitet" hatte Moderator Frank Lemmes den Titel "Air for Winds" angekündigt und das war durchaus eine Melodie, bei der man sich zurücklehnen konnte, sofern es die Kirchenbänke zuließen. Lemmes lieferte zu allen Stücken die nötigen Informationen und steuerte mit Gedichten und Geschichten auch einige Wortbeiträge zum Programm bei. Bei "The Cream of Clapton", einem Medley von Welthits des britischen Sängers und Komponisten sowie beim Zusammenschnitt bekannter Songs des Popduos Simon and Garfunkel zeigte das Orchester , dass es auch in diesem Genre zuhause ist. Bei dem Arrangement "Die Winterrose" wurde es danach weihnachtlich. Die Folge festlicher Weihnachtslieder war ein feierlicher Abschluss des offiziellen Konzertteils, ehe das Orchester mit "White Christmas" für einen stimmungsvollen Ausklang eines ebenso stimmungsvollen Konzerts sorgte.