Musikalische Reise durch die Zeit

Neunkirchen. Nach dem tollen Erfolg des vergangenen Jahres hatte man beim Verkehrsverein Neunkirchen für das diesjährige Weihnachtskonzert mit einer großen Resonanz gerechnet. Erwartungen, die am Sonntagnachmittag noch weit übertroffen wurden. "Großartig", freute sich Sascha Ahnert, Vorsitzender des Verkehrsvereins Neunkirchen

Neunkirchen. Nach dem tollen Erfolg des vergangenen Jahres hatte man beim Verkehrsverein Neunkirchen für das diesjährige Weihnachtskonzert mit einer großen Resonanz gerechnet. Erwartungen, die am Sonntagnachmittag noch weit übertroffen wurden. "Großartig", freute sich Sascha Ahnert, Vorsitzender des Verkehrsvereins Neunkirchen. "Da standen Besucher schon zwei Stunden vor Konzertbeginn vor der Marienkirche, um noch eine der wenigen Resteintrittskarten zu bekommen. Das Interesse an unserem diesjährigen Weihnachtskonzert ist fantastisch."So füllten über 650 Besucher zu Konzertbeginn die Marienkirche in Neunkirchen. Was folgte, war ein musikalisches Erlebnis der Extraklasse. Eine musikalische Reise durch die Zeiten von Barock bis Moderne, in die Renaissance und durch die Weihnachtszeit. Beeindruckend schon die Eröffnung mit dem Orchestre Symphonique SaarLorraine unter dem Dirigat von Götz Hartmann und mit der Solistin Franziska Klesen an der Oboe. Beim Konzert d-Moll für Oboe und Streicher von Alessandro Marcello überzeugten Streicher und Solistin mit ausdrucksstarker Harmonie. Michael Marx (Gitarre) und Ingrid Paul (Blockflöte) verzauberten im Anschluss mit englischen, italienischen und spanischen Werken aus der Zeit der Renaissance. Dabei sorgten die gefühlvollen "Recercada primera" und "-secunda", die der spanische Komponist Diego Ortiz um 1600 komponierte, für wahre Gänsehautstimmung. Auf höchstem Niveau das Flötenspiel von Ingrid Paul, über die Michael Marx schon im Konzertvorfeld geurteilt hatte: "Sie ist eine Kanone." Im Anschluss beeindruckte Solist Walter Keller (Violoncello) gemeinsam mit dem Orchestre Symphonique SaarLorraine bei einem Exkurs in die Renaissance mit "Andante cantabile", einer Komposition von Peter Tschaikowski für Violoncello und Streicher. Mit Gedichtsvertonungen von Rainer Maria Rilke, Heinrich Heine und Joseph von Eichendorff fesselten die "Söhne Neunkirchens" - Michael Marx, Amby Schillo und Nino Deda - ihre Zuhörer. Das Neunkircher Trio ließ mit seinen Liedern eine vorweihnachtliche Stimmung aufkommen, die mittels einer tollen Illuminierung der Marienkirche noch verstärkt wurde. Die Verantwortlichen des Verkehrsvereins hatten den Kirchenraum mit über 400 flackernden, täuschend echt wirkenden, umweltfreundlichen LED-Kerzen dekoriert.

Nach dem Konzert in C-Dur für Pikkoloblockflöte und Streicher von Antonio Vivaldi - großartig Ingrid Paul als Solistin mit der Pikkoloblockflöte - bildete die Mondnacht von Joseph von Eichendorff, von Michael Marx vertont und neu arrangiert, den goldenen Abschluss eines fulminanten Weihnachtskonzertes. Stehende Ovationen beim gemeinsamen Auftritt aller Konzertbeteiligten waren verdienter Lohn für großartige Musikerinnen und Musiker, die ihrem Publikum einen unvergesslichen Nachmittag bereitet hatten.